> > > Vermutlich älteste Tonaufnahme von Franz Léhar entdeckt
Dienstag, 4. August 2020

Marsch-Aufnahme von 1901 gefunden

Vermutlich älteste Tonaufnahme von Franz Léhar entdeckt

Bad Ischl, . Im österreichischen Bad Ischl ist eine Musikaufnahme eines Werkes von Franz Léhar entdeckt worden. Bei der Aufnahme des Marsches "Jetzt geht’s los!" von 1901, gespielt durch die Militärkapelle des k. u. k. Infanterieregiments, handelt es sich um die wohl bisher älteste bekannte Tonaufnahme des Komponisten. Kai-Uwe Garrels, der die Platte mit der Aufnahme für Emil Berliners Grammophongesellschaft fand, vermutet Léhar selbst als Dirigenten, da dieser im Jahr der Aufnahme die Kapelle leitete. Nun soll das Stück digital aufbereitet werden.

Franz Lehár wurde am 30. April 1870 in Komárno, damals in Österreich-Ungarn, heute in der Slowakei, geboren. Sein Vater war Kapellmeister in der Armee. Erste Kompositionen schieb Lehár bereits mit elf Jahren. Ab 1880 besuchte er in Budapest ein Pianistengymnasium, zwei Jahre später wurde er am Prager Konservatorium angenommen. Auf Wunsch des Vaters studierte er Violine bei Anton Bennewitz, Musiktheorie bei Josef Foerster und Komposition bei Antonín Dvorák. Dieser gab Lehár 1887 den Rat, sich aufs Komponieren zu fokussieren. Nach einiger Zeit als Orchestermusiker in Barmen und Elberfeld wurde Lehár wie sein Vater Kapellmeister. 1902 ließ er sich in Wien nieder, 1905 veröffentlichte er sein Erfolgswerk "Die lustige Witwe". Auch folgende Kompositionen festigten seinen Ruf im Operetten-Fach. 1934 wurde "Giuditta" an der Wiener Staatsoper aufgeführt. Von den Nationalsozialisten erfuhr er Duldung, aufgrund seines fortgeschrittenen Alters zum Zeitpunkt emigrierte er nie. Krankheitsbedingt durfte er Teile des Krieges in der Schweiz verbringen. Franz Lehár starb am 24. Oktober 1948 in Bad Ischl.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Franz Lehár

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