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Mittwoch, 12. August 2020

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Nationaltheater Mannheim, © Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim, © Nationaltheater Mannheim

47 Millionen Euro mehr für Bauarbeiten am Theaterhaus

Nationaltheater Mannheim: Sanierung wird teurer

Mannheim, . Die Sanierung des Nationaltheaters in Mannheim wird wohl teurer als geplant. Anstatt der ursprünglich angegebenen 200 Millionen Euro wird das Bauprojekt rund 247 Millionen Euro kosten. Grund sind unter anderem gestiegene Baupreise, die Umplanung des Orchesterprobensaals und eine detailliertere Planung. Außerdem soll der Probesaal doch nicht im Gebäude einen Platz finden, sondern unter dem denkmalgeschützten Haus gebaut werden. Das Projekt wird von Stadt, Bund und Land getragen.

Ende des Monats soll über die Summe sowie die während der Bauzeit notwendigen Ausweichspielstätten entschieden werden. Durch die Umplanungen kann es nun außerdem zu einer Verzögerung des Baubeginns von rund einem Jahr kommen, frühestens werde aber 2022 begonnen.

Grund für die geplante Sanierung des Mannheimer Nationaltheaters sind die Modernisierung der haus- und bühnentechnischen Anlagen sowie große Defizite im Brand- und Arbeitsschutz. Auch im Bereich Gastronomie und Kasse sollen Verbesserungen für die Besucher umgesetzt werden. Beginnen sollten die Bauarbeiten zu Beginn der Spielzeit 2021/22, die voraussichtliche Dauer der Sanierung beträgt nach derzeitigen Prognosen fünf Jahre. Die letzte Umbauphase in den 90er Jahren wurde von Mannheim lediglich zur Errichtung eines zweiten Bühnenturms und der Beseitigung der dringendsten Sicherheitsmängel genutzt.

Das auf Anregung des Kurfürsten Karl Theodor gegründete Mannheimer Nationaltheater nahm 1777 den Spielbetrieb auf. Die stehende Bühne wurde bereits 1839 vollständig städtischer Verantwortung unterstellt: es ist damit das älteste kommunale Theater der Welt. 1782 wurden im Nationaltheater Mannheim Schillers "Räuber" uraufgeführt. 1943 wurde das Theater von der Royal Air Force bombardiert und erst 1957 in einem neuen Gebäude wieder eröffnet. Seit 2013 besteht die Intendanz aus einem geschäftsführenden Intendanten und je einem Intendanten für die Sparten Oper, Schauspiel, Ballett und "Schnawwl". Geschäftsführender Intendant des Vierspartenhauses ist Marc Stefan Sickel, Generalmusikdirektor ist seit 2016 Alexander Soddy.

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