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Mittwoch, 12. August 2020

Brandenburgs Kulturministerin warnt vor steigenden Eintrittspreisen

Kultur-Veranstaltungen bald teurer?

Potsdam, . Die brandenburgische Kulturministerin Manja Schüle (SPD) geht für ihr Bundesland aufgrund der Corona-Pandemie von einem Preisanstieg für kulturelle Veranstaltungen aus. "Wenn wir nicht Gefahr laufen wollen, dass das, was hier über 30 Jahre hinweg mit viel Leidenschaft und außerordentlich großem Engagement aufgebaut worden ist, irreparablen Schaden erleidet, dann wird Kultur unter den Bedingungen von Corona möglicherweise bald mehr kosten", so die Ministerin zur Zeitung Märkische Allgemeine. Theater- und Konzerthäuser nur zu einem Drittel auszulasten rechne sich nicht, weshalb ein Ausgleich über ansteigende Preise absehbar sei.

Schüles Bundesland Brandenburg stellt derzeit Corona-Hilfen von bis zu 35 Millionen Euro zur Verfügung, um Kultureinrichtungen zu unterstützen. Damit sollen 50 Prozent der Einnahmeausfälle ersetzt werden. Außerdem werden an einzelne Künstler Stipendien in Höhe von 1.000 Euro vergeben, insgesamt stehen dafür 4 Millionen Euro zur Verfügung. Schüle will damit verhindern, dass nur große Einrichtungen die Krise überleben.

Manja Schüle wurde am 4. August 1976 in Frankfurt an der Oder geboren. Sie studierte ab 1996 in Potsdam, das Studium der Politikwissenschaften beendete sie 2006 mit einer Promotion. Zwischen 2006 und 2009 arbeitete sie als Referentin für Bildung, Jugend und Sport bei der Brandenburger SPD-Landtagsfraktion. 2009 wurde sie Büroleiterin von Minister Günter Baaske (SPD), außerdem arbeitete sie von 2008 bis 2012 als Stadtverordnete der Landeshauptstadt. 2017 wurde sie als einzige Abgeordnete ihrer Partei in Ostdeutschland im Direktmandat in den Bundestag gewählt. 2019 wurde sie zur Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg berufen, woraufhin sie ihr Bundestagsmandat Ende des Jahres niederlegte.

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