> > > Bundestag gibt grünes Licht für Förderprogramm Neustart Kultur
Samstag, 15. August 2020

Eine Milliarde Euro für die Kultur

Bundestag gibt grünes Licht für Förderprogramm Neustart Kultur

Berlin, . Der Bundestag hat gestern den Zweiten Nachtragshaushalt verabschiedet, womit nun auch das Corona-Hilfsprogramm "Neustart Kultur" beschlossen ist. Das vor einigen Wochen vorgestellte Paket umfasst eine Milliarde Euro und hatte vom Bundeskabinett bereits Mitte Juni grünes Licht erhalten (klassik.com berichtete).

Der jetzige Beschluss bedeutet eine Erhöhung des Kulturetats um rund 50 Prozent, so Gitta Connemann, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion. Da Künstler und Kreative in der Krise viel Hilfe benötigten, investiere man in Strukturen, so Connemann weiter. Eine lebendige Kulturlandschaft schaffe Erwerbsmöglichkeiten für Betroffene. Die kultur- und medienpolitische Sprecherin Elisabeth Motschmann (CDU) forderte derweil auch die Länder und Kommunen auf, sich um die Kulturförderung zu kümmern und zugehörige Hilfsinstrumente ebenfalls laufend zu überprüfen und anzupassen.

Der größte Teil des Geldes aus dem "Neustart Kultur"-Paket, 480 Millionen Euro, soll der Kulturinfrastruktur zugutekommen: Mit den Nothilfen werden kleine und mittlere Kulturstätten und Projekte unterstützt, außerdem sollen Künstler aus der Kurzarbeit geholt werden. 250 Millionen Euro fließen in kulturelle Institutionen. Theatern, Kinos, Clubs und anderen Einrichtungen soll mit dem Geld beim Neustart geholfen und sie somit auf die Neueröffnung vorbereitet werden. Mit 150 Millionen sollen außerdem digitale Angebote verbessert werden. Durch neuartige Projekte und alternative Vermittlungsformen sollen sich Einrichtungen mit dem Publikum vernetzen. Für durch die Pandemie bedingte Einnahmeausfälle und Mehrkosten kalkuliert die Bundesregierung bei "Neustart Kultur" 100 Millionen Euro. Ansprüche auf das Geld haben alle vom Bund geförderten Einrichtungen und Projekte aus dem Kulturbereich. Die verbliebenen 20 Millionen Euro sollen dem privaten Rundfunk zugutekommen, da in diesem Bereich viele Werbeeinnahmen ausgefallen seien.

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