> > > Stadt Baden-Baden übernimmt Festspielhaus
Donnerstag, 9. Juli 2020

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Festspielhaus Baden-Baden, © Gerd Eichmann

Festspielhaus Baden-Baden, © Gerd Eichmann unter CC BY-SA 4.0

Künstlerische Entscheidungsfreiheit soll bestehen bleiben

Stadt Baden-Baden übernimmt Festspielhaus

Baden-Baden, . Die Stadt Baden-Baden übernimmt durch ihre Gemeinnützige Gesellschaft gGENF das Festspielhaus Baden-Baden für 18,4 Millionen Euro und vermietet es künftig an den bisherigen Eigentümer und Besitzer, die Festspiele gGmbH. Stadt und Festspielhaus unterzeichneten am Montag einen Vertrag zur Nutzung für die nächsten 25 Jahre, der zum 1. Juli 2020 wirksam wird. Mit dem neuen Eigentümer des Gebäudes ergibt sich für die in finanzielle Bedrängnis geratenen Festspiele ein "Mietvertrag mit Zweckbindungsvereinbarung", welchen Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) und Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa stellvertretend unterzeichneten. Vertraglich geregelt wird dadurch, dass sich die Stadt auch weiterhin für das Konzerthaus engagiert und die Kunst fördert. Dafür muss die Stadt die Bühne zur Verfügung stellen und außerdem für den Unterhalt des Gebäudes sorgen. Die Entscheidungsfreiheit über das Programm soll trotzdem bei der Festspielhaus und Festspiele gGmbH verbleiben, finanziert wird unter dem Dach der Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden.

Intendant Benedikt Stampa freute sich über die städtische Bekenntnis zum Festspielhaus auch in schwierigen Zeiten. Laut Stampa stehe das Haus mit Hilfe sowie durch die Unterstützung von Sponsoren, Förderern und Stiftern gut da und sehe sich nun als "glückliche Mieterin". Auch Margret Mergen zeigte sich zuversichtlich: "Das Festspielhaus ist der kulturelle Leuchtturm für Stadt und Region. […] Der Verantwortung, die nun vor uns liegt, stellen wir uns deshalb ohne Wenn und Aber." Die Strahlkraft des Hauses solle zielgerichtet auch über das Coronavirus hinaus erhalten bleiben.

Das Festspielhaus Baden-Baden ist mit 2.500 Plätzen Deutschlands größtes Opern- und Konzerthaus. Das Haus wurde 1998 eröffnet, es finanziert sich mit 3,6 Millionen Euro durch die Stadt, mit rund acht Millionen Euro durch Sponsoren und mit eigenen Einnahmen aus jährlich etwa 180.000 Eintrittskarten sowie dem Gastronomiebetrieb. Architektonisch wurde der alte Stadtbahnhof in das neue Gebäude integriert und dient heute neben dem Konzerthaus als Kassenhalle, Restaurant und Kinder-Musik-Welt. Besonders bekannt sind die Osterfestspiele gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern. Seit 2019 ist Benedikt Stampa Intendant des Festspielhauses.

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