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Donnerstag, 9. Juli 2020

Prayner Konservatorium beantragt Sanierungsverfahren

Wiener Musik-Konservatorium Prayner vor der Pleite?

Wien, . Das Prayner Konservatorium in Wien hat einen Insolvenzantrag gestellt. Hauptgrund für die Überschuldung soll die Corona-Pandemie sein: So hätten einige Studenten ihre Zahlungen nur noch zu Teilen oder gar nicht mehr getätigt. Außerdem konnten einige Dozenten ihre Kurse nicht über das Internet anbieten, wodurch allgemein weniger Studenten das Sommersemester wahrgenommen hätten. Darüber hinaus entstanden Kosten durch einen Rechtstreit. Die Verbindlichkeiten des Instituts werden laut Alpenländischem Kreditorenverband mit 713.000 Euro beziffert, die Aktiva des Unternehmens liegen laut Creditreform bei rund 433.000 Euro. Betroffen von der Insolvenz sind rund 35 Gläubiger sowie 170 Mitarbeiter, deren Gehälter bis April bezahlt wurden. Um das seit 1905 bestehenden Unternehmen zu sanieren, plant das Konservatorium eine Restrukturierung mit neuen Partnern.

Das Prayner Konservatorium des Herrn Mag. Josef Schmid ist eine staatlich anerkannte Musikhochschule in der österreichischen Hauptstadt Wien. Es wurde 1905 von Eugenie Patonay als Musikschule gegründet und bereits kurze Zeit später in ein Konservatoum umgewandelt, welches auch Schauspiel- und Ballettunterricht anbot. Die heutigen Räumlichkeiten im Palais Ehrbar besitzt das Institut seit 1911, ein weiterer Standort kam im Jahr 2011 hinzu. Insgesamt werden zurzeit etwa 800 Studenten in den Bereichen Jazz und Klassik ausgebildet, außerdem gibt es Angebote der Erwachsenenbildung.

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