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Donnerstag, 9. Juli 2020

Wiener Staatsoper, © Michael Poehn

Wiener Staatsoper, © Michael Poehn

Ehrungen für Direktor Dominique Meyer und Geschäftsführer Thomas Platzer

Wiener Staatsoper ernennt Ehrenmitglieder

Wien, . Die Wiener Staatsoper hat ihren scheidenden Direktor Dominique Meyer sowie den langjährigen kaufmännischen Geschäftsführer Thomas Platzer zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Ehrung fand nach einem Galakonzert vor reduziertem Publikum am vergangenen Wochenende statt. Christian Kircher, Geschäftsführer der Bundestheater-Holding, verlieh den Ehrentitel, danach hielt Heinz Fischer die Laudatio auf Meyer sowie Meyer selbst die Laudatio auf Platzer. Neben dem Titel erhielten die beiden Männer die Ehrenringe der Wiener Staatsoper.

Dominique Meyer wurde am 8. August 1955 in Thann im Elsass geboren und studierte Wirtschaft an der Pariser Wirtschaftsuniversität. Nach dem Studium stieg er 1980 in die französische Politik ein, wo er im Industrieministerium im Bereich der Organisation und Förderung der französischen Platten- und Filmindustrie arbeitete. Vier Jahre später wechselte er als Berater für Kultur in das Ministerium Jack Langs. 1986 wurde er Berater an der Pariser Oper, wo er 1989 zum Generaldirektor ernannt wurde. Premierminister Pierre Bérégovoy holte Meyer 1992 als Kulturberater zurück in die Politik. Weitere zwei Jahre später übernahm Meyer die Leitung der Oper von Lausanne. 1999 berief ihn das Théâtre des Champs-Élysées zum Intendanten. Zudem dozierte er an diversen Universitäten zu Musikmanagement und Kulturbetrieb. 2010 wurde Meyer Nachfolger von Franz Welser-Möst als Direktor der Wiener Staatsoper. Außerdem ist Dominique Meyer Präsident der Europäischen Musiktheater-Akademie. Für seine Arbeit erhielt er 2016 das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 2020 wurde er Offizier der Ehrenlegion.

Die Wiener Staatsoper wurde am 25. Mai 1869 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth eröffnet. Unter den ersten Direktoren waren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bildende Künstler für die neue Bühnenästhetik heranzog. Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend zerstört, doch bereits am 1. Mai 1945 wurden die Vorstellungen in der Volksoper und dem Theater an der Wien fortgesetzt. Die Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper fand mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik am 5. November 1955 statt. Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der bekanntesten Opernhäuser der Welt. Direktor ist Dominique Meyer; er wird im Laufe dieses Jahres abgelöst von Bogdan Ročić.

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