> > > Frankfurt (Oder): Konzerthallen-Sanierung fehlt Geld
Mittwoch, 8. Juli 2020

Konzerthalle Carl-Philipp Emanuel Bach in Frankfurt (Oder), © Sebastian Wallroth

Konzerthalle Carl-Philipp Emanuel Bach in Frankfurt (Oder), © Sebastian Wallroth unter CC-BY-3.0

Keine Mittel aus Bundesförderungsprogramm

Frankfurt (Oder): Konzerthallen-Sanierung fehlt Geld

Frakfurt (Oder), . Die Sanierung der Konzerthalle in Frankfurt (Oder) kann nicht wie geplant durchgeführt werden. Ursprünglich wollte die Stadt die Veranstaltungstechnik, Sanitäranlagen und den Brandschutz der alten Klosterkirche erneuern sowie den Orchesterraum sanieren. Dafür hatte sich die Stadt um 2,7 Millionen Euro aus einem 300 Millionen umfassenden Bundesprogramm beworben. Einer Mitteilung des Innenministeriums zufolge wurde die Konzerthalle jedoch nicht als eines der 186 zu fördernden Bauprojekte ausgewählt. Rund 1300 Vorschläge von Kommunen hatten sich an der Ausschreibung zur Sanierung kommunaler Einrichtungen beteiligt. Die nötigsten Reparaturen wurden bereits 2018 vorgenommen, die Kosten belaufen sich allein für die Elektroanlagen auf 3,3 Millionen Euro. "Es ist bedauerlich, dass es nicht mit der Förderung geklappt hat. Jetzt müssen wir versuchen, auf anderen Wegen Mittel für eine Sanierung zu erschließen", so Baudezernent Jörg Gleisenstein.

Die Konzerthalle Carl Philipp Emanuel Bach in Frankfurt (Oder) entstand 1966 bis 1970 aus einer ehemaligen Klosterkirche des Franziskanerordens. Ursprünglich wurde das gotische Gebäude zu Teilen im frühen 14. Jahrhundert erbaut, weitere Teile entstanden im 16. Jahrhundert. Nachdem das Kloster nach der Reformation aufgelöst wurde und später für lutherische Gottesdienste genutzt wurde, ließ König Friedrich Wilhelm I. es im 18. Jahrhundert renovieren. Seit 1811 gehört das Gebäude der Stadt Frankfurt, die es als selbstständige Pfarrkirche, als Stützpunkt der Frankfurter Garnison sowie als Armenhaus nutzte. Seit 1970 ist der umgebaute Konzertsaal nach einem Sohn Johann Sebastian Bachs benannt.

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