> > > New York Philharmonic: Keine Konzerte bis Anfang 2021
Mittwoch, 8. Juli 2020

Neue Verluste in Höhe von 9 Millionen US-Dollar

New York Philharmonic: Keine Konzerte bis Anfang 2021

New York, . Das New York Philharmonic Orchestra hat aufgrund der andauernden Corona-Pandemie alle planmäßigen Konzerte bis Anfang Januar abgesagt. Orchesterpräsidentin Debora Borda betonte bei der Bekanntgabe den Schutz der Gesundheit und Sicherheit von Publikum, Musikern und Mitarbeitern, der zu dieser Entscheidung führte. Mit der Entscheidung, alle Konzerte im Herbst ausfallen zu lassen, ziehen die Philharmoniker mit der Metropolitan Opera gleich, die ebenfalls erst zu Silvester wieder spielen will. Beide Kulturinstitutionen sind seit März geschlossen (klassik.com berichtete). Bis wieder große Konzerte gespielt werden können, suchen die New Yorker Philharmoniker nach alternativen Formaten. So soll unter anderem das digitale Angebot des Klangkörpers erweitert werden, derzeit bietet das Ensemble kostenlose Konzertmitschnitte und andere Videos an.

Durch die weiter andauernde Schließung werden die New Yorker Philharmoniker schätzungsweise rund 9 Millionen US-Dollar an Ticket-Einnahmen einbüßen, hinzu kommen rund 10 Millionen US-Dollar Verlust durch die bisherigen Änderungen. Bis Ende September erhalten die Musiker trotzdem 75 Prozent ihres eigentlichen Gehalts. Borda kündigte an, bis Ende Juni einen neuen Plan zur weiteren Bezahlung aller Musiker und Mitarbeiter vorzulegen.

Das New York Philharmonic Orchestra gehört zu den besten Orchestern der Welt und ist mit seiner Gründung im Jahr 1842 das älteste Orchester der U.S.A. Das Ensemble gibt im Jahr etwa 180 Konzerte weltweit. Beheimatet ist es im New Yorker Lincoln Center, die Konzerte finden in der bisherigen Avery Fisher Hall, heute David Geffen Hall, statt. Diese wurde 1962 von Max Abramovitz als Philharmonic Hall eröffnet und bietet 2.742 Plätze. Derzeitiger Chefdirigent ist Jaap van Zweden. Zu seinen Vorgängern zählen u.a. Lorin Maazel, Kurt Masur, Zubin Mehta, Pierre Boulez und Leonard Bernstein.

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