> > > Kostenexplosion bei Sanierung des Konzertsaals im Kieler Schloss
Mittwoch, 8. Juli 2020

Nordseite des Konzertsaals des Kieler Schlosses (2015), © Rüdiger Stehn

Nordseite des Konzertsaals des Kieler Schlosses (2015), © Rüdiger Stehn unter CC BY-SA 2.0

Ausgaben steigen um 50 Prozent

Kostenexplosion bei Sanierung des Konzertsaals im Kieler Schloss

Kiel, . Die Kosten für die Sanierung des Konzertsaals im Kieler Schloss sprengen den bislang prognostizierten finanziellen Rahmen. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) schätzt den Projektaufwand auf aktuell 35,5 Millionen Euro. Gegenüber der bislang veranschlagten Summe in Höhe von 24,5 Millionen Euro ist dies eine Steigerung um rund 50 Prozent. Als Grund wurden  gestiegene Baukosten angeführt. Außerdem mussten die ursprünglichen Planungen erweitert werden. Hinzukommen könnte darüber hinaus noch ein Risikozuschlag in Höhe von 5,3 Millionen Euro.

Das Land Schleswig-Holstein hatte sich in der Vergangenheit bereit erklärt, die Hälfte der Kosten zu übernehmen, die den geplanten Rahmen übersteigen würden. Auch ein Drittel der Sanierungskosten von 24,5 Millionen Euro wollte das Land tragen, ein weiteres Drittel sollte die Stadt Kiel bezahlen (klassik.com berichtete). Die verbleibende Summe sollte privat finanziert werden. Nun plant Oberbürgermeister Kämpfer, das Finanzloch mit Bundesmitteln zu stopfen, die er beantragen will. Damit sollen die zusätzlichen Kosten ausgeglichen werden.

Der Konzertsaal ging 1957 aus einem Raumprogramm für das Kieler Schloss hervor. Er umfasst bis zu 1.400 Personen und bietet etwa 300 Veranstaltungen pro Jahr Platz. Aufgeführt werden hauptsächlich Philharmonische Konzerte, Kinder- und Jugendkonzerte sowie Veranstaltungen des Vereins der Musikfreunde. Geplant ist, im Herbst 2021 mit den Sanierungsarbeiten zu beginnen, damit der Saal im Frühjahr 2024 wiedereröffnen kann.

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