> > > Sperger Kontrabass-Wettbewerb wird auf 2022 verschoben
Freitag, 3. Juli 2020

Online-Videos als Ersatz geplant

Sperger Kontrabass-Wettbewerb wird auf 2022 verschoben

Ludwigslust, . Der Internationale Sperger-Wettbewerb für Kontrabass findet in diesem Jahr nicht statt. Grund sind die behördlichen Vorgaben während der Corona-Pandemie, darunter Abstandsregelungen und Reisebeschränkungen. Dadurch sei eine künstlerisch faire und sinnvolle Durchführung des Wettbewerbs nicht möglich. 2020 fallen damit der Wettbewerb, die Konzerte, die Kontrabass-Ausstellung, die Meisterklassen, der Förderkurs und das musikhistorische Symposium aus. Die Veranstaltungen sollen zwischen Ende März und Anfang April 2022 in Rostock stattfinden, so die künstlerische Leiterin Christine Hoock.

Als Ersatz für den diesjährigen Wettbewerb organisiert die Internationale J. M. Sperger Gesellschaft, die auch Träger des Wettbewerbs ist, im Sommer die digitalen "Kontrabass-Quarantäne-Videos". Aus den thematisch freien Einsendungen darf das Publikum wöchentlich einen Favoriten bestimmen. Im Februar 2021 soll es in Rostock außerdem eine mehrtägige Veranstaltung rund um den Kontrabass geben, an dem auch die städtische Hochschule für Musik und Theater beteiligt ist.

Der Internationale Johann Matthias Sperger Wettbewerb findet seit dem Jahr 2000 alle zwei Jahre in Luwdigslust statt. Veranstalter sind die Stadt sowie die Sperger Gesellschaft. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Thomas Hengelbrock, Gründer und Leiter der Balthasar-Neumann-Ensembles und Chef associé des Orchestre de Paris, und Birgit Hesse, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern. Der erste Preis des Wettbewerbs ist mit 8.500 Euro dotiert.

Johannes Matthias Sperger wurde am 23. März 1750 in Feldsberg geboren und ab 1767 in Wien zum Kontrabassisten und Komponisten ausgebildet. Ab 1777 wirkte Sperger in der Hofkapelle des Erzbischofs von Pressburg, ab 1778 war er Mitglied in der Wiener Tonkünstlersozietät, wo er mit eigenen Werken und als Solist auftrat. Nach einem Engagement in der Hofkapelle des Grafen Ludwig von Erdődy in Kohfidisch unternahm er bis 1789 Konzertreisen. Anfang April 1788 spielte er Herzog Friedrich Franz I. in Ludwigslust vor und trat ein Jahr später als erster Kontrabassist der Mecklenburgisch-Schweriner Hofkapelle in den Dienst ein. 1792 führte eine Konzertreise nach Lübeck, 1793 nach Berlin und 1801 nach Leipzig, wo er mit dem Gewandhausorchester konzertierte. 1812 starb er in Ludwigslust an Nervenfieber. Sperger komponierte mehr als 44 Sinfonien, Instrumentalkonzerte, Sonaten, Rondos und Tänze, Kantaten, Chöre und Arien.

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