> > > Wiener Philharmoniker testen Ansteckungsgefahr beim Musizieren
Freitag, 5. Juni 2020

Wiener Philharmoniker, © Wiener Philharmoniker

Wiener Philharmoniker, © Wiener Philharmoniker

Atemluftwolken beim Musizieren kleiner als angenommen

Wiener Philharmoniker testen Ansteckungsgefahr beim Musizieren

Wien, . Die Wiener Philharmoniker haben ein Experiment zur Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus während des Musizierens durchgeführt bei dem die Verbreitung der Atemluft der Musiker gemessen wurde. Das Ergebnis ist ein niedrigeres Infektionsrisiko als zuvor angenommen: Durch Sonden in den Nasen der Musiker und Fotos ließ sich die Verteilung ihrer Atemluft dokumentieren. Bei den Streichern war zu beobachten, dass die Atmung gegenüber dem Ruhezustand unverändert blieb. Bei den Bläsern war die Luftwolke ähnlich groß wie im Normalzustand, nur verwirbelter. Auch bei den anderen Instrumenten war ein Unterschied beim Musizieren kaum sichtbar. Das einzige Instrument, bei dem eine starke Luftwolke dokumentiert wurde, war die Querflöte. Die Atemluft der Musiker entwich hier 75 Zentimeter weit.

Vorstand Daniel Froschauer schlussfolgerte aus dem Experiment eine Ansteckungsgefahr am Pult als "fast unmöglich". Plexiglasscheiben im Orchestergraben kommen für ihn daher nicht infrage, sollte das Ensemble im Juni seinen Betrieb wieder aufnehmen können.

Die Wiener Philharmoniker gehören zu den führenden Orchestern der Welt. Seinen ersten Auftritt hatte das Orchester am 28. März 1842 unter der Leitung von Otto Nicolai, alle damaligen Musiker waren zugleich Mitglieder des Orchesters der k.k. Hofoper in Wien. In dem Orchester schlossen sich zum ersten Mal Berufsmusiker zu einem Konzertorchester zusammen. Am 15. Januar 1860 dirigierte Carl Eckert das erste Abonnementkonzert der Wiener Philharmoniker. Mit Hans Richter, der von 1883 bis 1898 die Leitung innehatte, erlangte das Orchester hohes gesellschaftliches Ansehen. Seit ihrem Bestehen, arbeiteten die Philharmoniker mit vielen renommierten Dirigenten zusammen. Eine besonders langanhaltende Zusammenarbeit bestand mit den späteren Ehrendirigenten Karl Böhm und Herbert von Karajan sowie mit  Leonard Bernstein, der ab 1966 mit dem Orchester auftrat.

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