> > > Coronavirus: Mailänder Scala will im September wieder öffnen
Montag, 26. Juli 2021

Teatro alla Scala, Mailand, © Rüdiger Wölk

Teatro alla Scala, Mailand, © Rüdiger Wölk unter CC BY-SA 2.5

Gedenkkonzert an Corona-Todesopfer mit Verdis Requiem geplant

Coronavirus: Mailänder Scala will im September wieder öffnen

Mailand, . Das Mailänder Teatro alla Scala plant seine Wiedereröffnung für September. Nach der Corona-Pandemie soll unter der Leitung von Riccardo Chailly das Requiem vom Giuseppe Verdi aufgeführt werden. Als Sänger sind u.a. Francesco Meli und Krassmira Stoyanova eingeplant. Intendant Dominique Meyer bezeichnete den Neustart des Hauses als wichtiges Zeichen für Mailand, Italien und die ganze Welt, denn das Konzert ist den Todesopfern des Virus gewidmet. Daher soll es auch in Bergamo und Brescia, den beiden am stärksten von der Pandemie betroffenen Städten, wiederholt werden. In Italien sind in den vergangenen Monaten über 27.000 Menschen an den Auswirkungen des Coronavirus verstorben.

Nach dem Auftaktkonzert plant das italienische Opernhaus Aufführungen von "Aida", "La Traviata" und "La Boheme" für die Künstler wie Zubin Mehta und Liliana Cavani nach Mailand geholt werden sollen. Ab Anfang Mai gibt es in Italien eine leichte Lockerung der Ausgangssperre, Theater sind noch kein Teil davon. Da die Regeln für die Wiederaufnahme des Konzertbetriebs noch nicht feststehen, rechnet Meyer mit einem Publikumsrückgang, vor allem bei den internationalen Zuschauern.

Das Teatro alla Scala, auch Mailänder Scala genannt, wurde 1778 als Nachfolgebau des Teatro Regio Ducale eröffnet. Für den Neubau ließ Maria Theresia die Kirche Santa Maria alla Scala abreißen. Nachdem das Haus im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, gelang der Wiederaufbau in kürzester Zeit, sodass es im Mai 1946 wiedereröffnet werden konnte. Durch den überhasteten Wiederaufbau wurden jedoch umfangreiche Sanierungen notwendig, die von 2001 bis 2004 unter der Leitung von Mario Botta durchgeführt wurden. Dabei wurden die Akustik und Bühnentechnik auf den neuesten Stand gebracht, während die ursprüngliche Inneneinrichtung wiederhergestellt werden konnte. Designierter Intendant des Hauses ist Dominique Meyer, der 2021 auf Alexander Pereira folgt, Musikdirektor ist Riccardo Chailly.

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