> > > Staatsoper Stuttgart: Entscheidung über Sanierung soll verschoben werden
Dienstag, 26. Mai 2020

Staatsoper Stuttgart, © Schlaier

Staatsoper Stuttgart, © Schlaier unter CC BY-SA 3.0

CDU-Fraktion hat Bedenken wegen Corona-Krise

Staatsoper Stuttgart: Entscheidung über Sanierung soll verschoben werden

Stuttgart, . Die Stuttgarter CDU will die Entscheidung über die Sanierung der Stuttgarter Staatsoper verschieben. So sei die Lage Sicht von Alexander Kotze aus der CDU-Gemeinderatsfraktion wegen des Coronavirus "finanziell wie wirtschaftlich unklar". In solchen Zeiten sollte kein Grundsatzbeschluss über ein rund eine Milliarde Euro teures Bauprojekt gefasst werden. Seine Fraktion schlägt deshalb vor, die Entscheidung um ein Jahr zu verschieben. Die Zeit könnte außerdem für die Erschließung neuer Handlungsoptionen genutzt werden.

Nach den aktuellen Plänen von Stadt und Land kostet die Sanierung der Oper sowie der Bau einer Interimsstätte mehr als eine Milliarde Euro. Stadt und Land sollen diese Kosten zu gleichen Teilen übernehmen. Vor 2025 kann mit den Arbeiten allerdings nicht begonnen werden, danach wird die Bauzeit mit fünf bis sieben Jahren angegeben. Der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater wollte ursprünglich bei seiner Sitzung im März über die Pläne entscheiden, außerdem ist eine Entscheidung des Stuttgarter Gemeinderats notwendig. Um eine Bürgerbeteiligung in die Gespräche einzubringen, wurde außerdem ein Forum mit 40 per Zufall ausgewählten Bürgern, die einen Bevölkerungsquerschnitt darstellen, einberufen. Das Forum wurde wegen des Coronavirus ebenfalls verschoben (klassik.com berichtete).

Das Opernhaus Stuttgart wurde 1912 nach Max Littmann fertiggestellt. Die von Littmann konzipierte und entworfene Theater-Doppelhausanlage mit Großem Haus, Kleinem Haus sowie den die beide Spielstätten verbindenden Funktionstrakten für Werkstätten, Technik, Verwaltung und Gastronomie machen das Haus zum größten Dreisparten-Theater der Welt. Eine Modernisierung wurde 1956 durch den Architekten Paul Stohrer vorgenommen.1983/84 wurden diese Eingriffe in den Zuschauerraum und die Foyers rückgängig gemacht und das Große Haus nach den Originalplänen Max Littmanns renoviert und technisch auf den Stand der Zeit gebracht. Generalmusikdirektor ist Cornelius Meister, als Intendant amtet Viktor Schoner. Bislang werden die Kosten für die geplante Renovierung auf eine Milliarde Euro geschätzt, 2025 soll mit den auf fünf bis sieben Jahre angelegten Arbeiten begonnen werden.

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