> > > Geiger Wolfgang Marschner ist tot
Mittwoch, 5. August 2020

Musiker wurde 93 Jahre alt

Geiger Wolfgang Marschner ist tot

Freiburg, . Der Pädagoge, Violinist und Komponist Wolfgang Marschner ist im Alter von 93 Jahren verstorben. Dies berichtet die Badische Zeitung.

Marschner wurde 1926 in Dresden geboren. Im Alter von vier Jahren wurde er jüngstes Mitglied der Orchesterschule der Staatskapelle Dresden, mit neun Jahren debütierte er mit Tartinis Teufelstriller-Sonate und setzte seine Studien mit vierzehn Jahren am Mozarteum Salzburg fort. Nach Kriegsende studierte er in Hamburg bei Erich Röhn, mit 19 Jahren wurde er Konzertmeister und Zweiter Dirigent des Opernhaus-Orchesters Hannover. 1947 wurde er Konzertmeister des WDR Sinfonie-Orchesters Köln.

Marschner lehrte an der Folkwang-Hochschule Essen und an der Musikhochschule Köln. Er war Professor an der Tokio University of Fine Arts and Music und ab 1963/64 an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau. Meisterkurse gab er u.a. in Peking, Ankara, London, Weimar, Warschau und St. Petersburg. Er war darüber hinaus Juror bei zahlreichen Wettbewerben.  1976 gründete er in Freiburg den Internationalen Violin-Wettbewerb "Ludwig Spohr", darüber hinaus ein eigenes "Kammerorchester Wolfgang Marschner" sowie die "Deutsche Spohr Akademie" und das Marschner-Festival Hinterzarten zur Förderung junger Künstler. Es folgte der Marschner-Wettbewerb für Violine und Viola sowie der Internationale Geigenbau- und Geigenklangwettbewerb "Jacobus Stainer". Marschner leitete als Direktor die "Pflüger-Stiftung", die eine Spezialschule unterhält und jugendliche Streichmusiker bis zum 16. Lebensjahr unterrichtet und im kammermusikalischen Zusammenspiel fördert. Als Komponist schuf Marschner Sinfonien, Konzerte für Violine, Viola und Violoncello sowie zahlreiche kammermusikalische Werke und Kadenzen. Marschner wurde 1986 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet und war Ehrenmitglied der Max-Bruch-Gesellschaft.

 

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Österreichischer Cembalist Wolfgang Glüxam verstorben
Musiker wurde 62 Jahre alt (04.08.2020) Weiter...

Theater Augsburg legt Spielzeitbilanz vor
Zweigeteilte Bilanz für die Spielzeit 2019/20 (04.08.2020) Weiter...

Orgel von Notre-Dame wird nach Brand restauriert
Restaurierung soll bis 2024 dauern (03.08.2020) Weiter...

Youtube sperrt dänische Musik aus
Dänische Verwertungsgesellschaft KODA und Google können sich nicht einigen (03.08.2020) Weiter...

Hölderlin-Oper abgesagt
Veranstaltung zum 250. Geburtstag des Dichters auf 2022 verschoben (03.08.2020) Weiter...

Verurteilter Ex-Hochschulpräsident Mauser haftunfähig?
Verfahren zur Haftaufschiebung eingeleitet (03.08.2020) Weiter...

Pianist Leon Fleisher verstorben
Musiker wurde 92 Jahre alt (03.08.2020) Weiter...

Bach-Archiv erwirbt Brief Carl Philipp Emanuel Bachs
Schreiben von 1786 gelangt über Berlin, Wien, New York und Miami Beach zurück nach Leipzig (03.08.2020) Weiter...

Tapetenwechsel am Bremer Konzerthaus
Landgericht nutzt Kleinen Saal für Prozesse (31.07.2020) Weiter...

Strauss-Festival Bad Reichenhall abgesagt
Strauss-Tage sollen das Festival ersetzen (31.07.2020) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (7/8 2020) herunterladen (3000 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Leopold I.: Il Sagrifizio d'Adbramo - Sparse le chiame vane

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Edlira Priftuli im Portrait "Musikalisch praktizierte Ökumene"
Edlira Priftuli hat den Straßburger Wilhelmerchor zur historisch informierten Aufführungspraxis geführt

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich