> > > Kaske-Musikpreis für Komponist Peter Michael Hamel
Freitag, 5. Juni 2020

Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert

Kaske-Musikpreis für Komponist Peter Michael Hamel

München, . Der diesjährige Musikpreis der Christoph und Stephan Kaske Stiftung geht an den Komponisten Peter Michael Hamel. Das große Werk Hamels aus Orchester-, Kammermusik und Musiktheater zeige "das Globale in der Musik" durch Einflüsse aus verschiedenen Genres und Teilen der Welt, so die Findungskommission. "Hamel ist authentisch, frei und offen im Geist, was sich auch daran zeigt, dass er seine Schüler unterstützt, unabhängig davon, ob sie komponieren wie er", so die Jury weiter. Die Auszeichnung wird dem Musiker Ende Oktober verliehen, sie ist mit 10.000 Euro dotiert.

Peter Michael Hamel wurde am 15. Juli 1947 in München geboren. Ab dem Alter von vier Jahren lernte er Klavier, später auch Violine, Cello und Horn. Hamel nahm Kompositionsunterricht bei Fritz Büchtger und studierte danach an der Musikhochschule München bei Günter Bialas. Darüber hinaus studierte er Musikwissenschaft bei Thrasybulos Georgiades und Carl Dahlhaus.  Zwischen 1969 und 1974 arbeitete er mit John Cage, Morton Feldman, Terry Riley und Josef Anton Riedl, außerdem gründete er die Gruppe Between mit. Zwischen 1973 und 1978 reiste er mehrfach nach Indien, um sich mit der dort traditionellen Musik auseinanderzusetzen, zeitgleich studierte er Musikethnologie. Sein erstes Bühnenwerk "Ein Menschentraum" wurde 1981 am Staatstheater Kassel uraufgeführt. 1994 wurde er als Gastprofessor an die Musikhochschule Graz berufen, eine weitere Professur hatte er von 1997 bis 2012 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg inne. Hamel ist seit 1998 Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und seit 2018 Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Seit 2016 ist Hamel Musikdirektor der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Außerdem ebneten ihm über seine Karriere hinweg zahlreiche Förderpreise den Weg, darunter jene der Städte Bonn (1974), Stuttgart (1975) und München (1977) sowie der GEMA (1981). 1988 war er als Composer in Residence beim Schleswig-Holstein Musik Festival zu erleben, 2008 erhielt er den Gerda-und-Günter-Bialas-Preis.

Die Christoph und Stephan Kaske Stiftung wurde 1988 von Karlheinz und Christiane Kaske im Gedenken an ihre Söhne Christoph und Stephan mit dem Ziel gegründet, neue Musik zu fördern. Im Geiste dieser Gründungsidee entwickeln Joachim und Dagmar Kaske und ihre Kinder Katharina, Johannes und Fabian die Stiftung weiter. Die Jury, die den jährlichen Preisträger der Stiftung auswählt, besteht aus den Stiftungsbeiräten Konstantia Gourzi, Minas Borboudakis, Theo Geissler und Andreas Kolb. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Den Preis der Stiftung gibt es seit 1989 und Preisträger waren seither u.a. Pierre Boulez, Peter Eötvös, Kaija Saariaho, Mark Andre, Enno Poppe, Josef Anton Riedl, Isabel Mundry und Georges Aperghis.

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