> > > Coronavirus: Mailänder Scala sagt Veranstaltungen ab
Dienstag, 7. April 2020

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Teatro alla Scala, Mailand, © Rüdiger Wölk

Teatro alla Scala, Mailand, © Rüdiger Wölk unter CC BY-SA 2.5

Erste Todesfälle in Italien

Coronavirus: Mailänder Scala sagt Veranstaltungen ab

Mailand, . Das Mailänder Teatro alla Scala hat seine kommenden Aufführungen wegen des von China ausgehenden neuen Coronavirus abgesagt, nachdem das Virus in der vergangenen Woche für erste Todesfälle in Italien gesorgt hatte. Veranstaltungen sollen dem Haus zufolge erst wieder stattfinden, wenn die Behörden Entwarnung dazu geben. Für die Region der Lombardei wurde am vergangenen Wochenende aufgrund des Virus die vorläufige Schließung öffentlicher Gebäude beschlossen, darunter Schulen, Universitäten und Museen. Auch vom Besuch von Messen wird abgeraten, so Gesundheitsminister Roberto Speranza. In angrenzenden italienischen Regionen wurden ebenfalls Einrichtungen geschlossen, darunter das Teatro Regio di Parma. Insgesamt sind mittlerweile elf Städte im Norden des Landes von den Maßnahmen betroffen.

Bisher hatte das neue Coronavirus in Europa primär Auswirkungen auf die Auslandsreisen von Orchestern und Ensembles. So sagten beispielsweise das Radio-Symphonieorchester Wien, das Kammerorchester Basel und das Hamburg Ballett Reisen in den asiatischen Raum ab. Am Conservatorio Santa Cecilia in Italien wurden asiatische Studenten außerdem einem Gesundheitstest unterzogen (klassik.com berichtete).

Das Teatro alla Scala, auch Mailänder Scala genannt, wurde 1778 als Nachfolgebau des Teatro Regio Ducale eröffnet. Für den Neubau ließ Maria Theresia die Kirche Santa Maria alla Scala abreißen. Nachdem das Haus im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, gelang der Wiederaufbau in kürzester Zeit, sodass es im Mai 1946 wiedereröffnet werden konnte. Durch den überhasteten Wiederaufbau wurden jedoch umfangreiche Sanierungen notwendig, die von 2001 bis 2004 unter der Leitung von Mario Botta durchgeführt wurden. Dabei wurden die Akustik und Bühnentechnik auf den neuesten Stand gebracht, während die ursprüngliche Inneneinrichtung wiederhergestellt werden konnte. Designierter Intendant des Hauses ist Dominique Meyer, der 2021 auf Alexander Pereira folgt, Musikdirektor ist Riccardo Chailly.

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