> > > Kommission schlägt Erhöhung des Rundfunkbeitrags auf 220 Euro vor
Montag, 30. März 2020

Banknoten (Symbolfoto), © GreenZeb

Banknoten (Symbolfoto), © GreenZeb unter CC BY-SA 4.0

Intendanten drohen mit Programmkürzungen, schöpfen Etats jedoch nicht aus

Kommission schlägt Erhöhung des Rundfunkbeitrags auf 220 Euro vor

Mainz, . Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat eine Erhöhung der Rundfunkgebühren ab 2021 auf 220,32 Euro pro Jahr vorgeschlagen. Der zu entrichtende Betrag würde damit pro Haushalt auf 18,36 Euro im Monat steigen. Der Empfehlungsbericht wurde von der Kommission in Berlin an die Bundesländer übermittelt, die für die Entscheidung über die Erhöhung zuständig sind. Die Kommission sieht die Drohungen der Intendanten, die Ausgaben für das Programm zu kürzen, angesichts nicht ausgeschöpfter Programmetats in den vergangenen Jahren widersprüchlich. So blieben beispielsweise bei der ARD zwischen 2017 und 2020 rund 740 Millionen Euro aus dem bewilligten Etat ungenutzt, die eigentlich für das Programm vorgesehen waren.

Der Rundfunkbeitrag löste 2013 die gerätegebundene Rundfunkgebühr ab, der Beitrag ist seither für jeden Haushalt Pflicht. Die Erträge aus dem zu entrichtenden Rundfunkbeitrag liegen aktuell bei rund acht Milliarden Euro im Jahr. Mit dem sich aktuell auf 210 Euro belaufenden Beitrag werden unter anderem 22 Fernsehsender, 67 Radiosender, Hunderte von Online-Projekten, Gehälter und Pensionen der Mitarbeiter sowie 20 Orchester und Musikensembles finanziert. Zu letzteren gehören das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das NDR Elbphilharmonie Orchester und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin.

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