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Dienstag, 7. April 2020

Leiter weisen Vorwürfe zurück

Staatliche Ballettschule Berlin: Führungspersonal beurlaubt

Berlin, . Der Schulleiter der Staatlichen Ballettschule Berlin sowie der künstlerische Leiter des angeschlossenen Landesjugendballetts sind beurlaubt worden. Die Freistellung erfolgte auf anonyme Vorwürfe hin, dass an der Schule das Wohl der Kinder gefährdet werde. Beide wiesen die Vorwürfe als Verleumdungen und Falschbehauptungen zurück.

Den bislang anonym erfolgten Beschuldigungen zufolge sollen die Schüler angesichts drillartiger Ausbildungsmethoden und sexualisierter Sprache unzureichend geschützt sein. Mangelnde Rücksicht auf Erkrankungen sowie häufiges Auftreten von Essstörungen wurden ebenfalls kritisiert. Darüber hinaus soll bei Probe- und Auftrittszeiten gegen Jugendschutzregelungen verstoßen worden sein. Nachdem die Vorwürfe beim Senat eingegangen waren, wurde eine Anlaufstelle eingerichtet, außerdem wird hinsichtlich  Organisationsstruktur und Kommunikationskultur ermittelt (klassik.com berichtete).

Die Staatliche Ballettschule und Schule für Artistik Berlin entstand 1991 durch einen Zusammenschluss der einzelnen Sparten, die bereits seit 1951 beziehungsweise 1956 lehrten. Im Bereich Ballett begann bereits in den 1950er Jahren die Zusammenarbeit mit der Deutschen Staatsoper Unter den Linden, später folgte auch die Komische Oper. Die Schulzeit ab der 5. Klasse beläuft sich an der Schule auf sieben Jahre, angeboten werden ein Realschulabschluss sowie das Abitur. Außerdem ist in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin auch ein Bachelorstudium möglich. Insgesamt lernen dort aktuell etwa 285 Schüler.

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