> > > Initiative gegen Abriss der Frankfurter Bühnen
Montag, 12. April 2021

Oper Frankfurt, © Epizentrum

Oper Frankfurt, © Epizentrum unter CC BY-SA 3.0

Petition wirft Stadt Geschichtsvergessenheit vor

Initiative gegen Abriss der Frankfurter Bühnen

Frankfurt, . In Frankfurt stellt sich eine Initiative gegen den Abriss der Bühnen: Eine Petition mit derzeit 400 Unterschriften soll das Stadtparlament von seinem  Beschluss abbringen, das Doppelgebäude mit Theater und Oper am Willy-Brandt-Platz abzureißen. Mit ihrem Schreiben wenden sich die Unterzeichner direkt an Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), zwei Dezernenten und den Magistrat. Die Petition kritisiert eine angebliche "Geschichtsvergessenheit" und die Auslöschung "identitätsstiftende[r] Bauten".  Darüber hinaus stufen die Initiatoren die Untersuchung, die hinsichtlich der Kosten einen Neubau günstiger als eine Sanierung einstufte, als "mangelhaft", das Ergebnis als "weder plausibel noch überzeugend" ein.

Anfang des Jahres waren vier Varianten für die bauliche Zukunft der Frankfurter Bühnen vorgestellt worden, darunter die Sanierung des Doppelgebäudes sowie der Abriss. Ein Prüfbericht stellte fest, dass ein Abriss kostengünstiger wäre als eine Renovierung, also beschloss der Stadtrat Ende Januar den Abriss. Die Bauzeit wird mindestens siebeneinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Der zuständigen Stabsstelle zufolge liegt eine Sanierung mit Verbesserungen an der Substanz demnach bei 918,3 Millionen Euro. Ein Neubau, entweder als Doppelgebäude oder mit zwei einzelnen Häusern, würde dagegen nur zwischen 809,3 und 874,9 Millionen Euro kosten.

Die Oper Frankfurt ging aus einem seit 1792 in Frankfurt bestehenden Opernensemble hervor und hat seit 1963 ihre Spielstätte am Willy-Brandt-Platz. Das Haus beschäftigt derzeit über 1.000 Arbeitnehmer und verfügt über 1.369 Sitzplätze. Nach einem Großbrand wurde 1991 die Bühne erneuert, vor wenigen Jahren wurde für die Werkstätten ein Anbau realisiert. Bernd Loebe ist seit der Spielzeit 2002/2003 Intendant der Oper.

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