> > > Oper Bonn: Marode Fassade bröckelt
Montag, 30. März 2020

Oper Bonn, © Sir James

Oper Bonn, © Sir James unter CC BY 3.0

Sicherheitsnetz soll Passanten schützen

Oper Bonn: Marode Fassade bröckelt

Bonn, . Von der Fassade des Bonner Opernhauses bröckeln Betonteile ab. Zum Schutz soll nun ein Sicherheitsnetz aufgespannt werden, außerdem sollen Holzbohlen den Zugang zur Werkstattbühne schützen, der Rest der betroffenen Rückseite des Hauses wurde abgesperrt. Laut Jens Lorenzen, der technische Direktor des Theaters, hatte bereits vor einigen Monaten ein Statiker lose Fassadenteile vom Theater entfernt; Bauarbeiten habe es jedoch noch nicht gegeben.

Seit längerem ist in Bonn die Sanierung der Oper im Gespräch: Ende 2018 wurde ein entsprechender Plan vorgestellt, der außerdem das Schauspiel, die Theaterwerkstätten sowie eine aus Holz errichtete Interimsspielstätte mit einschließt. Alternativ könnte das Haus abgerissen und am bisherigen Standort ein Neubau als Einspartenhaus gebaut werden. Saniert man dazu noch die anderen Häuser des Theaters Bonn, Godesberg und Beuel, käme man laut Stadtverwaltung auf Kosten in Höhe von rund 161 Millionen Euro. Das dazu geplante Bürgerbeteiligungsverfahren fand bislang allerdings noch nicht statt und auch im Stadtrat kam es noch zu keiner Enscheidung. Oberbürgermeister Ashok Sridharan gab an, zuvor die Sanierung der Beethovenhalle auszuwerten, bei welcher sowohl Kosten- als auch Zeitrahmen nicht eingehalten werden konnten (klassik.com berichtete).

Die Oper Bonn ist eine der drei Liegenschaften des Theaters Bonn. Das Gebäude wurde 1965 am Rheinufer an der Stelle des zerstörten Stadtpalais Boeselager Hof eröffnet, Architekten waren Klaus Gessler und Wilfried Beck-Erlang. 1993 wurde es renoviert, sodass heute 1037 Besucher im Hauptraum Platz finden. Genutzt wird das Haus, welches ursprünglich ein vollständiges Stadttheater war, heute nur noch für Opern, Musicals, Tanz-Gastspiele, Konzerte und Theaterfeste.

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