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Sonntag, 23. Februar 2020

Parallelen zur Ballettakademie der Wiener Staatsoper?

Staatliche Ballettschule Berlin: Senat setzt Untersuchungskommission ein

Berlin, . Nach der Ballettakademie der Wiener Staatsoper steht nun auch die Staatliche Ballettschule Berlin in der Kritik. Anonymen Vorwürfen im Internet folgend hat die Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) nun eine Kommission eingesetzt, die Zustände an der Schule zu prüfen. Im Fokus stehe dabei das seelische und körperliche Wohl der Schüler. Den Beschuldigungen zufolge werde dieses durch drillartige Ausbildungsmethoden und sexualisierte Sprache unzureichend geschützt. Von mangelnder Rücksicht auf Erkrankungen sowie dem häufigen Auftreten von Essstörungen war ebenfalls die Rede. Darüber hinaus soll bei Probe- und Auftrittszeiten gegen Jugendschutzregelungen verstoßen worden sein. Die Ballettschule selbst machte bislang noch keine Angaben.

An der Ballettakademie der Wiener Staatsoper hatten ähnliche Vorwürfe vor kurzem ebenfalls zu Untersuchungen durch eine Sonderkommission geführt. Diese hatte klare Missstände in der Betreuung der Schüler festgestellt, woraufhin die geschäftsführende Leiterin von ihren Aufgaben entbunden wurde.

Die Staatliche Ballettschule und Schule für Artistik Berlin entstand 1991 durch einen Zusammenschluss der einzelnen Sparten, die bereits seit 1951 beziehungsweise 1956 lehrten. Im Bereich Ballett begann bereits in den 1950er Jahren die Zusammenarbeit mit der Deutschen Staatsoper Unter den Linden, später folgte auch die Komische Oper. Die Schulzeit ab der 5. Klasse beläuft sich an der Schule auf sieben Jahre, angeboten werden ein Realschulabschluss sowie das Abitur. Außerdem ist in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin auch ein Bachelorstudium möglich. Insgesamt lernen dort aktuell etwa 285 Schüler.

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