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Sonntag, 23. Februar 2020

Oper Frankfurt, © Epizentrum

Oper Frankfurt, © Epizentrum unter CC BY-SA 3.0

Kulturdezernentin spricht sich für zwei Neubauten aus

Oper Frankfurt: Neubau billiger als Sanierung

Frankfurt, . Im Deutschen Architekturmuseum sind vier Varianten für die bauliche Zukunft der Frankfurter Bühnen vorgestellt worden. Neben der Sanierung und den zwei Neubauten wurde außerdem über den Neubau einer Doppelanlage sowie über den Auszug nur einer Sparte aus der Innenstadt diskutiert.

Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) hat sich hinsichtlich der renovierungsbedürftigen städtischen Oper für zwei Neubauten ausgesprochen. Schauspiel und Oper sollten getrennt werden, wobei eine Sparte am bisherigen Standort am Willy-Brandt-Platz verbliebe. Für die zweite Sparte soll ein Areal in der Nähe gefunden werden, Hartwig erwähnte dabei die Umgebung der Wallanlagen sowie des Bockenheimer Depots. Eine vorgeschlagene Fläche am Osthafen bezeichnete sie dagegen als ungeeignet. Die Renovierung der Doppelanlage sei aus ihrer Sicht weder zukunftsfähig noch nachhaltig. Die Sanierung der bestehenden Gebäude würde nach aktuellen Schätzungen rund 920 Millionen Euro an Kosten verursachen, während die Neubauten zusammen bei rund 809 Millionen Euro lägen. Im Falle der Errichtung von zwei neuen Gebäuden sei darüber hinaus keine Interimsstätte notwendig.

Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der Stabsstelle Zukunft der Städtischen Bühnen, stimmte Hartwig zu. Eine Sanierung halte er für die schlechteste Alternative, er sehe "sehr hohe Kosten für ein ganz schlechtes Ergebnis". Zwei Neubauten hingegen hätten neben den niedrigeren Kosten eine höhere Planungssicherheit und eine kürzere Bauzeit. Für Planung und Bau der Lösung veranschlagte Guntersdorf rund acht Jahre.

Die Oper Frankfurt ging aus einem seit 1792 in Frankfurt bestehenden Opernensemble hervor und hat seit 1963 ihre Spielstätte am Willy-Brandt-Platz. Das Haus beschäftigt derzeit über 1.000 Arbeitnehmer und verfügt über 1.369 Sitzplätze. Nach einem Großbrand wurde 1991 die Bühne erneuert, vor wenigen Jahren wurde für die Werkstätten ein Anbau realisiert. Bernd Loebe ist seit sechzehn Jahren Intendant der Oper.

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