> > > Staatsoper Stuttgart: CDU will günstigere Alternativen prüfen
Samstag, 22. Februar 2020

Staatsoper Stuttgart, © Schlaier

Staatsoper Stuttgart, © Schlaier unter CC BY-SA 3.0

Bürgervotum nicht ausgeschlossen

Staatsoper Stuttgart: CDU will günstigere Alternativen prüfen

Stuttgart, . In der Diskussion um die Sanierung der Stuttgarter Oper fordert CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart, günstigere Optionen zu prüfen, bevor eine Entscheidung gefällt wird. Die bislang für die Sanierung des Littmann-Baus sowie für den Bau einer Interimsstätte berechnete Summe von einer Milliarde Euro sei ihm zu hoch. Man sei es den steuerzahlenden Bürgern schuldig, alternative Konzepte und daraus resultierende Kosten zu prüfen. Auch auf die vom Steuerzahlerbund gestellte Forderung nach einem Bürgerentscheid ging er ein: Zwar wäre zuvor mehr Klarheit vonnöten, jedoch könnten Politiker wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen) ein solches Votum nicht ausschließen: "Das ist ja nicht allein eine Sache der Regierung. Hier gelten die Regeln der Landesverfassung.", so Reinhart

Andreas Schwarz, Franktionschef von Bündnis 90/Die Grünen will sich stattdessen für eine "realistische und gründliche Kostenberechnung" einsetzen. Eine vollständige Sanierung des Opernhauses sei nötig für dessen internationale Strahlkraft. Parteikollegin Gisela Splett, derzeit Finanzstaatssekretärin, gab zu bedenken, dass vor der Entscheidung über konkrete Pläne und Kosten festgestellt werden müsse, ob die Oper und zugehörige Gebäude überhaupt grundlegend saniert werden sollen. Noch ist die Option eines Neubaus in Stuttgart offen.

Nach den aktuellen Plänen von Stadt und Land kostet die Sanierung der Oper sowie der Bau einer Interimsstätte wohl mehr als eine Milliarde Euro. Stadt und Land sollen diese Kosten zu gleichen Teilen übernehmen. Vor 2025 könne mit den Arbeiten nicht begonnen werden, danach wird die Bauzeit mit fünf bis sieben Jahren angegeben. Der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater entscheidet bei seiner Sitzung im März über die Pläne, außerdem ist eine Entscheidung des Stuttgarter Gemeinderats notwendig.

Das Opernhaus Stuttgart wurde 1912 nach Max Littmann fertiggestellt. Die von Littmann konzipierte und entworfene Theater-Doppelhausanlage mit Großem Haus, Kleinem Haus sowie den die beide Spielstätten verbindenden Funktionstrakten für Werkstätten, Technik, Verwaltung und Gastronomie machen das Haus zum größten Dreisparten-Theater der Welt. Eine Modernisierung wurde 1956 durch den Architekten Paul Stohrer vorgenommen.1983/84 wurden diese Eingriffe in den Zuschauerraum und die Foyers rückgängig gemacht und das Große Haus nach den Originalplänen Max Littmanns renoviert und technisch auf den Stand der Zeit gebracht. Generalmusikdirektor ist Cornelius Meister, als Intendant amtet Viktor Schoner. Bislang werden die Kosten für die geplante Renovierung auf eine Milliarde Euro geschätzt, 2025 soll mit den auf fünf bis sieben Jahre angelegten Arbeiten begonnen werden.

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