> > > Inge-Borkh-Preis für Mezzosopranistin Diana Haller
Dienstag, 28. September 2021

Verleihung im Rahmen des Festivals Rossini in Wildbad

Inge-Borkh-Preis für Mezzosopranistin Diana Haller

Bad Wildbad, . Die Mezzosopranistin Diana Haller erhälte den Inge-Borkh-Gedächtnispreis. Verliehen wird ihr der Preis während des Belcanto-Festivals Rossini in Wildbad. Zusätzlich zum Preis gab die Organisation des Festivals bekannt, ein Stipendium in Andenken an die 2018 verstorbene Sopranistin Inge Borkh auszuloben, welches in Zukunft jährlich an Nachwuchssänger vergeben werden soll.

Diana Haller wurde am 11. November 1986 in Rijeka im damaligen Jugoslawien geboren. Sie studierte am Giuseppe-Tartini-Konservatorium in Triest sowie an der Londoner Royal Academy of Music und in Stuttgart bei Dunja Vejzovic. Sie trat dem Opernstudio der Oper Stuttgart bei und wurde ein Jahr später zur Spielzeit 2010/11 im Ensemble des Hauses aufgenommen. Neben ihrem Engagement in Stuttgart trat sie u. a. beim Londoner Händel Festival, an der Oper Köln und an der Dresdner Semperoper auf. Auch am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb, an der Metropolitan Oper in New York und bei den Salzburger Festspielen war sie bereits zu erleben. Neben der Oper tritt Haller als Konzertsängerin in Erscheinung. Für ihre Arbeit wurde sie 2013 von der Zagreber Philharmonie als Junge Musikerin des Jahres ausgezeichnet, 2019 erhielt sie den Milka Trnina Award.

Inge Borkh wurde am 26. Mai 1921 als Ingeborg Simon in Mannheim geboren. Die Familie wanderte 1935 nach Genf aus, die Tochter erhielt dort Unterricht in Rhythmik, Improvisation und Klavier bei Emile Jaques-Dalcroze. Als die Familie weiter nach Wien zog, nahm Borkh weiteren Unterricht am Max-Reinhardt-Seminar. 1937 begann sie eine Karriere als Schauspielerin, nach erneuter Flucht wurde sie in Basel angestellt. Bassist Fritz Ollendorf wurde auf ihre Stimme aufmerksam, wonach sie in Mailand Gesang studierte. Sie debütierte 1940 an der Oper Luzern in der Strauss-Oper „Der Zigeunerbaron“. 1952 verkörperte sie bei den Bayreuther Festspielen im "Ring der Nibelungen" Freia und Sieglinde, 1957 spielte sie bei den Salzburger Festspielen die Titelrolle in Strauss‘ "Elektra". 1963 wurde sie Bayerische Kammersängerin. Während ihrer Karriere trat sie weltweit auf, darunter in Wien, Mailand und New York. Schon 1973 beendete sie ihre Opernkarriere und kehrte auf die Theaterbühne zurück. Außerdem hatte sie Auftritte als Kabarett-Künstlerin und war als Lehrerin für dramatischen Unterricht tätig. Inge Borkh starb am 26. August 2018 in Stuttgart.

Das Festival Rossini in Wildbad, auch Belcanto Opera Festival, findet seit 1989 jährlich im Sommer in Bad Wildbad statt. Der Fokus liegt auf den Werken der Epoche von Gioachino Rossini. Neben dem Kurhaus werden die Neue Trinkhalle, das Königliche Kurtheater und das König-Karls-Bad als Spielstätten genutzt. Seit 2011 hat Antonip Fogliani die musikalische Leitung inne.

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