> > > Sir Jeffrey Tate Preis für Bratschist Timothy Ridout
Mittwoch, 26. Februar 2020

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Timothy Ridout, © Kaupo Kikkas

Timothy Ridout, © Kaupo Kikkas

Neue Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert

Sir Jeffrey Tate Preis für Bratschist Timothy Ridout

Hamburg, . Der Bratschist Timothy Ridout ist erster Preisträger des neuen Sir-Jeffrey-Tage-Preis. Ridout erhält die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung Anfang Februar 2020 im großen Saal der Hamburger Laeiszhalle. Zur Feier spielen die Hamburger Symphoniker unter Cambreling.

Die Auszeichnung wird von den Symphonikern Hamburg im Andenken an ihren ehemaligen Chefdirigenten Jeffrey Tate künftig alle zwei Jahre vergeben. Der diesjährigen Findungskommission gehörten die Stifter Annegret und Claus Budelmann, Dirigent Sylvain Cambreling, Intendant Christoph Lieben-Seutter, Sängerin Dame Felicity Lott sowie Intendant Fortunato Ortombia an.

Timothy Ridout wurde 1995 in London geboren. Er studierte an der Royal Academy of Music und der Kronberg Academy. Danach arbeitete er mit Künstlern wie Christoph Eschenbach, Janine Jansen, Isabel Faust und Lars Vogt zusammen, 2018 trat er mit dem Hamburger Symphonikern auf, außerdem stand er mit Orchestern wie dem Orchestre National de Lille, der Salzburg Camerta, dem Chamber Orchestra of Europa und dem BBC Symphony Orchestra auf der Bühne. 2016 gewann er den ersten Preis bei der Lionel Tertis Ceompetition, 2019 wurde er mit dem Thierry Scherz Award ausgezeichnet. Ridouts Instrument ist eine Bratsche von Peregerino die Zanetto von rund 1570, die ihm von der Beares International Violin Society gestellt wird.

Jeffrey Tate wurde am 28. April 1943 im englischen Salisbury geboren. Zunächst studierte er Medizin in Cambridge und praktizierte als Assistenzarzt in London. Seine professionelle Musikausbildung erhielt er am London Opera Centre. Seine künstlerische Laufbahn begann er als Mitglied des Mitarbeiter-Stabs des Royal Opera House Covent Garden. 1979 debütierte er an der Metropolitan Opera. Darüber hinaus war er Assistent von Herbert von Karajan, James Levine und beim Bayreuther sogenannten Jahrhundert-"Ring" von Pierre Boulez. Seit 1985 leitete er das English Chamber Orchestra, ein Jahr darauf wurde er Principal Conductor am Royal Opera House in London. Zwischen 1991 und 1995 war er Chefdirigent des Rotterdam Philharmonic Orchestra, anschließend wechselte er als Musikdirektor ans Teatro San Carlo in Neapel. Er wirkte bei zahlreichen Festivals mit, etwa in Sydney, New York und Paris und gastierte an zahlreichen internationalen Bühnen, etwa in Venedig, Adelaide oder Wien. Vor allem seine "Ring"-Neuproduktionen in Paris und Köln fanden international große Anerkennung. Seit 2009 leitete er als Chefdirigent die Hamburger Symphoniker. Für seine Verdienste erhielt er mehrere Auszeichnungen, etwa die französischen Ehrentitel "Chevalier de la Légion d'Honneur" sowie "Commandeur des Arts et des Lettres", darüber hinaus wurde er mit dem "Una vita nelle musica"-Preis 2016 ausgezeichnet. Im April 2017 wurde er zum Ritter geschlagen. Jeffrey Tate verstarb am 2. Juni 2017 in Bergamo.

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