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Samstag, 25. Januar 2020

Ehrung würdigt Verdienste um die Stadt Hamburg

Brahms-Medaille für Dirigent Christoph von Dohnanyi

Hamburg, . Der Hamburger Senat hat den Dirigenten Christoph von Dohnányi (90) für seine künstlerischen Verdienste mit der Johannes-Brahms-Medaille der Stadt geehrt. Dohnányi war von 1977 bis 1984 Intendant und Chefdirigent der Hamburgischen Staatsoper sowie Generalmusikdirektor des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, von 2004 bis 2010 war er Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters. Überreicht wurde dem Musiker die Medaille von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Hamburger Rathaus.

Christoph von Dohnányi wurde am 8. September 1929 in Berlin geboren. Während seiner Kindheit in Leipzig war er Mitglied des Thomanerchores, danach studierte er zunächst Rechtswissenschaften, danach Komposition, Klavier und Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in München. Sein Großvater Ernst von Dohnányi führte seine Ausbildung an der Florida State University fort. In Amerika lernte er bei einem Dirigierkurs in Tanglewood außerdem Leonard Bernstein kennen. 1953 ging er zurück nach Deutschland und wurde Assistent von Geord Solti an der Oper Frankfurt, danach  Generalmusikdirektor am Theater Lübeck. Von 1963 bis 1966 war er am Staatstheater Kassel angestellt, überschneidend leitete er von 1964 bis 1969 das Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester. 1968 wurde er zum Generalmusikdirektor, drei Jahre später zum Direktor der Oper Frankfurt ernannt. 1977 ging er nach Hamburg, wo er bis 1984 Intendant und Chefdirigent der Hamburgischen Staatsoper und Generalmusikdirektor des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg war. Im Anschluss daran nahm er erneut eine Stelle in den USA an und wurde Musikdirektor des Cleveland Orchestra, zusätzlich war er von 1997 bis 2008 Chefidirgent des Philharmonia Orchestra in London. Zwischen 1998 und 2000 stand er dem Orchestre de Paris vor. Von 2004 bis 2010 war er wieder in Deutschland zu erleben, wo er das NDR Sinfonieorchester leitete.

Der Hamburger Senat verleiht seit 1928 in unregelmäßigen Abständen die Johannes-Brahms-Medaille für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Musik. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem der Chor des öffentlich-rechtlichen Senders NDR, die Hamburger Symphoniker, Richard Strauss, Hans Pfitzner, Wilhelm Furtwängler, Wolfgang Sawallisch, Günter Wand, Karl Böhm, Eugen Jochum, Emil Gilels sowie Yehudi Menuhin.

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