> > > Karl Amadeus Hartmann-Medaille für Mariss Jansons
Mittwoch, 30. November 2022

Mariss Jansons (1943-2019), © Franz Johann Morgenbesser

Mariss Jansons (1943-2019), © Franz Johann Morgenbesser unter CC BY-SA 2.0

Posthume Verleihung an den verstorbenen Dirigenten

Karl Amadeus Hartmann-Medaille für Mariss Jansons

München, . Dem verstorbenen Dirigenten Mariss Jansons soll vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks posthum mit der Karl Amadeus Hartmann-Medaille ausgezeichnet werden. Die Ehrung zeichnet herausragende Dirigenten aus, die das Ensemble nachhaltig geprägt haben. "Unsere Verbundenheit mit dem warmherzigen Menschen und bedeutenden Dirigenten Mariss Jansons und unser großer Dank sollen damit nochmals in besonderer Weise zum Ausdruck gebracht werden.", so das Orchester.

Anlass für die Verleihung ist das Gedenkkonzert am 15. Januar in der Philharmonie im Münchner Gasteig. Für dieses reisen neben Dirigent Zubin Mehta auch die Sopranistin Golda Schultz und die Altistin Gerhild Romberger an, das Orchester spielt Gustav Mahlers Symphonie Nr. 2 in c-Moll in Jansons‘ Gedenken. Der verstorbene Lette hätte am 14. Januar seinen 77. Geburtstag gefeiert.

Mariss Jansons wurde am 14. Januar 1943 in Riga, Lettland, geboren. Er studierte Violine, Klavier und Dirigieren am Leningrader Konservatorium und setzte sein Studium ab 1969 in Österreich fort, unter anderem bei Herbert von Karajan. 1973 wurde er zum stellvertretenden Dirigenten der Leningrader Philharmoniker ernannt. Von 1979 bis 2000 leitete Jansons das Osloer Philharmonieorchester. Weitere Engagements führten Jansons zum London Philharmonic Orchestra und zum Pittsburgh Symphony Orchestra. Seit 2003 ist er als Chefdirigent beim Chor und Symphonieorchester des öffentlich-rechtlichen Senders Bayerischer Rundfunk (BR) verpflichtet, 2006 leitete er erstmals das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Zusätzlich war er von 2003 bis 2015 Chefdirigent des Amsterdamer Concertgebouw Orchesters.  Mariss Jansons kann auf zahlreiche Auszeichnungen zurückblicken, darunter den Grammy in der Kategorie "Beste Orchesterleitung" 2006 und ebenfalls 2006 den "Drei-Sterne-Orden", die höchste Auszeichnung der Republik Lettland. Zudem wurde er mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society ausgezeichnet und ist Commandeur des Arts et des Lettres. Mariss Jansons starb am 30. November 2019 in Sankt Petersburg.

Die Karl Amadeus Hartmann-Medaille ist nach dem gleichnamigen deutschen Komponisten benannt. Dieser gründete 1945 die Konzertreihe musica viva Nach seinem Tod 1963 wurde vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks die Medaille initiiert, mit der bislang Leonard Bernstein, Eugen Jochum, Rafael Kubelík und Colin Davis ausgezeichnet wurden. Die Verleihung an Mariss Jansons war ursprünglich für Mitte Mai geplant.

Weiterführende Informationen:

Portrait Mariss Jansons

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