> > > Großer Kunstpreis von Berlin für Komponistin Pagh-Paan
Samstag, 25. Januar 2020

Komponistin Younghi Pagh-Paan, © Si-Chan Park

Komponistin Younghi Pagh-Paan, © Si-Chan Park

Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert

Großer Kunstpreis von Berlin für Komponistin Pagh-Paan

Berlin, . Die Komponistin Younghi Pagh-Paan wird mit dem Kunstpreis Berlin ausgezeichnet. Die Akademie der Künste würdigt damit die Schaffenskraft der Musikerin, die sich seit den 1970er Jahren mit der Verbindung der Musik ihrer Heimat Südkorea mit westlichen Traditionen beschäftigt. Ihre Werke seien individuell und eindrücklich und verfügten über "charakteristische Klangfarben, Gesten, Gedichte und Metaphern". Ihre unverwechselbaren Kompositionen verfolgten einen "sehr eigenständigen, lebendigen, ästhetisch konsequenten und humanistischen Ansatz".

Die Preisverleihung findet Mitte März im Akademie-Gebäude am Pariser Platz statt, übergeben wird die Auszeichnung von Klaus Lederer (Die Linke), Senator für Kultur und Europa, sowie Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel. Der Große Kunstpreis ist mit 15.000 Euro dotiert. Die sechs kleineren Kunstpreise, die ebenfalls an diesem Abend verliehen werden, mit jeweils 5.000 Euro. Neben Pagh-Paan werden der Maler David Schutter, das Architekturmagazin ARCH+, der Komponist Christian Christensen, der Schriftsteller Norbert Zähringer, die Theaterautorin Sasha Salzmann und die Kamerafrau Christina Meier gewürdigt.

Younghi Pagh-Paan wurde 1945 in Cheongju, heute Südkorea, geboren. Sie studierte zunächst Musik an der Seoul National University und kam 1974 durch ein Stipendium nach Deutschland, wo sie ihr Studium an der Musikhochschule Freiburg fortsetzte. Bereits 1980 erhielt sie bei den Donaueschinger Musiktagen erste öffentliche Anerkennung. Sie dozierte an den Musikhochschulen in Graz und Freiburg und wurde 1994 zur Professorin für Komposition berufen. An der Hochschule für Künste Bremen gründete sie das Atelier Neue Musik, welches sie bis 2011 leitete. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie die Senatsmedaille für Kunst und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen (2011), den Paiknam-Preis (2013), den Preis für Europäische Kirchenmusik (2015) sowie den südkoreanischen Bogwan-Orden für kulturelle Verdienste (2018). Seit 2009 ist Pagh-Paan außerdem Mitglied der Akademie der Künste. Darüber hinaus wird seit 2016 durch das Koreanische Kulturzentrum ein nach ihr benannter internationaler Kompositionspreis vergeben.

Der "Kunstpreis Berlin - Jubiläumsstiftung 1848/1948" wird seit 1971 von der Akademie der Künste verliehen. Er wurde in Erinnerung an die März-Revolution von 1848 vom Berliner Senat gestiftet. Jährlich werden in wechselnden Kategorien ein mit 15.000 Euro dotierter Großer Kunstpreis und sechs kleinere Preise vergeben. Gewürdigt werden Künstler der Bereiche Bildende Kunst, Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst und Film- und Medienkunst. Frühere Preisträger im Bereich Musik waren unter anderem György Kurtág, Enno Poppe und Wolfgang Rihm. Die Jury bestand in diesem Jahr aus den Akademie-Mitgliedern Manos Tsangaris und Samir Odeh-Tamimi sowie der Musikwissenschaftlerin Lydia Jeschke.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Wolfgang Rihm

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