> > > Bayerische Staatsbibliothek erhält Nachlass von Komponist Josef Anton Riedl
Mittwoch, 29. Januar 2020

Pionier der elektronischen Musik verstarb 2016

Bayerische Staatsbibliothek erhält Nachlass von Komponist Josef Anton Riedl

München/Murnau, . Der Nachlass des 2016 verstorbenen Komponisten Josef Anton Riedl geht an die Bayerische Staatsbibliothek. Der Nachlass besteht aus Musikhandschriften und Reproduktionen eigener Werke des Musikers sowie der Korrespondenz mit anderen Komponisten und internationalen Kultureinrichtungen. Darüber hinaus gibt es Filmmaterial, Dias, Fotografien, Manuskripte und eine Sammlung von Konzert- und Veranstaltungsplakaten sowie Programmheften von Veranstaltungen aus den 50ern bis in die 2000er Jahre. Durch Riedls Wirkung in der Neuen Musik wirkt sein Nachlass als bedeutende Quelle und Bereicherung der Münchner Staatsbibliothek, wo er der Forschung zugänglich sein wird.

Josef Anton Riedl am 11. Juni 2927 in München geboren. Er studierte an der Münchner Musikhochschule und bei Hermann Scherchen in Gravesano. Als Komponist beeinflussten ihn Carl Off und Edgar Varèse. 1950 war er Mitbegründer der deutschen Sektion der Jeunesses Musicales. Ab 1952 leistete er Pionierarbeit bezüglich der Verwendung von konkreten und elektronischen Klängen in der Musik. Von 1959 bis zu seiner Auflösung 1966 war Riedl Leiter des Siemens-Studios für elektronische Musik. Die 1960 von Riedl initiierte Veranstaltungsreihe "Neue Musik München / Klang-Aktionen" fand zuletzt im Jahr 2009 statt. Riedl war Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik und Mitglied der Akademie der Künste. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Musikpreis der Landeshauptstadt München. Neben Multimedia-Kompositionen, audiovisuellen Installationen gehören Musik für Film und Bühne und die Textarbeit in "optischen", "akustischen" und körperlich-perkussiv umgesetzten Lautgedichten zu dem künstlerischen Schaffen des Komponisten. Josef Anton Riedl starb am 25. März 2016 in Murnau am Staffelsee.

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