> > > Musikverleger zeichnen Bundesjugendorchester für bestes Konzertprogramm aus
Samstag, 25. Januar 2020

Simon Rattle dirigierte das Bundesjugendorchester, © Peter Adamik

Simon Rattle dirigierte das Bundesjugendorchester, © Peter Adamik

Preis ist undotiert

Musikverleger zeichnen Bundesjugendorchester für bestes Konzertprogramm aus

Bonn, . Der Preis für das beste Konzertprogramm geht im kommenden Jahr an das Bundesjugendorchester. Das Orchester konnte die Jury seinen vielfältigen Projekten und der Repertoireauswahl überzeugen, so Clemens Scheuch, Vize-Präsident des Deutschen Musikverleger-Verbands. Das Ensemble zeige bei einem einzigartigen Klang "mitreißende Energie und beachtliche Professionalität", das sich stets erweiternde Programm sei beispielhaft. Das Bundesjugendorchester bette sein Repertoire in besondere Kontexte und mache somit die gespielten Kompositionen "in ihrer musik- und gesellschaftsgeschichtlichen Relevanz erfahrbar". Die Jury lobte das Orchester außerdem für den Einblick, den es jungen Musikern in das Leben als Berufsmusiker gebe. Der undotierte Preis wird dem Orchester Mitte Januar in Bonn im Rahmen des Auftakts zum Beethoven-Jahr verliehen.

Der Deutsche Musikverleger-Verband ist ein Zusammenschluss von rund 350 Verlagen, die rund 90 Prozent des in der Bundesrepublik generierten Musikverlagsumsatzes erwirtschaften. Im Jahr 2017 belief sich der Umsatz der Mitgliedsunternehmen auf rund 690 Millionen Euro. Seit 1991 zeichnet der DMV das "Beste Konzertprogramm der Saison" aus. Ausgezeichnet werden dabei Konzertprogramme, die durch besondere konzeptionelle Stärke und stilistische Breite überzeugen. Honoriert wird darüber hinaus die Berücksichtigung zeitgenössischer Musik, der Einbezug von Werken mit ungewöhnlicher Besetzung und das Engagement junger Künstler.

Das Bundesjugendorchester (BJO) wurde 1969 ins Leben gerufen. Es wird von der Projektgesellschaft des Deutschen Musikrates getragen und bietet jungen hochbegabten Musikern im Alter von 14 bis 19 Jahren eine Plattform, auf der sie ihr Können unter professionellen Bedingungen und unter Anleitung namhafter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Christoph von Dohnányi oder Christoph Eschenbach entwickeln können. Einen festen Chefdirigenten gibt es dabei jedoch nicht. Jährlich gibt es mehrere drei- bis vierwöchige Arbeitsphasen, in denen Konzertprogramme erarbeitet werden, die anschließend auf Konzertreisen vorgestellt werden. In den projektbezogenen Phasen wird außerdem mit Künstlern anderer Musigenres und Sparten zusammengearbeitet.

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