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Dienstag, 28. Januar 2020

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Staatstheater Kassel, © N. Klinger

Staatstheater Kassel, © N. Klinger unter CC BY-SA 2.5

Steigerung der Subventionen auf 128 Millionen Euro geplant

Mehr Geld für Hessische Staatstheater

Kassel, . Die Hessischen Staatstheater sollen im kommenden Jahr noch mehr finanzielle Unterstützung erhalten. Die Budgets der drei Mehrspartenhäuser in Wiesbaden, Kassel und Darmstadt sollen dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst zufolge von gut 124 Millionen auf mehr als 128 Millionen Euro steigen, die Zuschüsse des Landes werden um 1,5 Millionen auf 54,4 Millionen Euro erhöht. Zusätzlich investiere alleine das Land bis 2024 nach Ministeriumsangaben 78 Millionen Euro in notwendige Sanierungsarbeiten. Die drei Theater zählten nach Angaben des Deutschen Bühnenvereins in der Spielzeit 2017/2018 rund 700.000 Besucher. Die Betriebskosten werden nach Abzug der erwirtschafteten Einnahmen zu 52 Prozent vom Land Hessen und zu 48 Prozent von drei Heimatstädten bezahlt.

Das Staatstheater Kassel ist ein Dreispartentheater mit Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Kinder- und Jugendtheater sowie Konzerten. Das Theater geht auf das von Landgraf Moritz um 1603 gebaute Ottoneum zurück, das heutige Gebäude stammt jedoch aus den 40er Jahren. Es besteht aus einem Großen Haus (947 Sitzplätze) und einem Kleinen Haus (517 Sitzplätze) und beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. Die Leitung des Theaters hat seit 2004 der Intendant und Schauspieldirektor Thomas Bockelmann, ersetzt wird er 2021 durch Florian Lutz; Francesco Angelico ist seit 2017 Generalmusikdirektor.

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden wurde 1894 eröffnet. Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude 1947 als Großhessisches Staatstheater wiedereröffnet. Das Theater verfügt heute über das Große Haus mit 1.041 Plätzen, das Kleine Haus mit 328 Plätzen, das Studio mit 89 Plätzen und die externe Spielstätte Wartburg mit 154 Plätze. Es hat etwa 600 Beschäftigte. Intendant ist seit 2014 Uwe Eric Laufenberg, Generalmusikdirektor ist Patrick Lange. Zuletzt war das Staatstheater bei einem Gesamtaufwand von rund 44 Millionen Euro aufgrund der hohen Zahl an ermäßigten oder kostenlosen Eintrittskarten einerseits und niedriger Einnahmen in Höhe von nur 6,9 Millionen Euro andererseits vom landeseigenen Rechnungshof gerügt worden (klassik.com berichtete).

Das Staatstheater Darmstadt ist ebenfalls ein Mehrspartenhaus mit Musik- und Tanztheater, Schauspiel und Konzertwesen und beschäftigt rund 550 Mitarbeiter. Es besitzt ca. 1.650 Sitzplätze und bietet rund vierzig Produktionen in jeder Spielzeit. Daneben gibt es ein Rahmenprogramm, das unter anderem aus Konzerten und Lesungen, Einführungen und offenen Proben besteht. Intendant ist seit 2014 Karsten Wiegand. Nachdem bekannt geworden war, dass das Haus sein Budget bis zum Jahresende deutlich überziehen werde, war im Oktober eine interne Haushaltssperre in Kraft getreten. Aktuell wird das Staatstheater Darmstadt von externen Wirtschaftsprüfern untersucht (klassik.com berichtete).

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