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Dienstag, 28. Januar 2020

Olga Neuwirth, © Riccordi, Harald Hoffmann

Olga Neuwirth, © Riccordi, Harald Hoffmann

Komponistin erhält Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst

Auszeichnung für Komponistin Olga Neuwirth

Wien, . Die Komponistin Olga Neuwirth wird heute mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Die Verleihung der Auszeichnung an die österreichische Musikerin findet einen Tag nach der Uraufführung ihres Werks "Orlando", eine Oper nach dem 1928 erschienenen Roman von Virgina Woolf, an der Wiener Staatsoper statt. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Hauses, dass eine abendfüllende Oper zur Aufführung kommt, die von einer Frau komponiert wurde. Regie führte bei "Orlando" Polly Graham, Dirigent ist Matthias Pintscher. Die Laudatio auf Neuwirth im Rahmen der Verleihung hält die Dirigentin und Komponistin Konstantia Gourzi.

Olga Neuwirth wurde am 4. August 1968 in Graz geboren. Neuwirth zählt zu den bedeutendsten Komponistenpersönlichkeiten der Gegenwart. Als Tochter des Jazz-Musikers Harry Neuwirth und Nichte des Musikwissenschaftlers und Wiener-Schule-Spezialisten Gösta Neuwirth wuchs sie in der Tradition beider Musikformen auf. Ein Unfall machte ihren ursprünglichen Plan, Jazz-Trompeterin zu werden, zunichte und so begann sie bereits mit 15 Jahren mit dem Komponieren. Sie studierte Komposition an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst und am Elektro-Akustischen Institut, beide in Wien. Weitere Studien folgten in San Francisco und Paris. Wesentliche Anregungen gingen zudem von Komponisten wie Adriana Hölszky, Tristan Murail und Luigi Nono aus. 1991 wurde sie mit den beiden Mini-Opern "Der Wald – Ein tönendes Fastfoodgericht" und "Körperliche Veränderungen" nach Texten von Elfriede Jelinek international bekannt. Neue Medien und alte Instrumente sind für Olga Neuwirth keine Widersprüche. 2003 erfolgte beim „steirischen herbst“ in Graz die Uraufführung des Musiktheaters "Lost Highway" nach dem gleichnamigen Film von David Lynch. Bei den Salzburger Festspielen wurde ihr Trompetenkonzert von den Wiener Philharmonikern uraufgeführt. 2002 war sie Composer in Residence bei den Luzerner Festwochen, 2007 nahm sie an der documenta 12 mit der Klanginstallation "...miramondo multiplo..." teil, 2016 beim Lucerne Festival, wo ihr für Martin Grubinger geschriebenes Schlagzeugkonzert uraufgeführt wurde. Sie erhielt für ihr Schaffen mehrere Auszeichnungen, etwa den South Bank Show Award und den Großen Österreichischen Staatspreis. 2006 wurde sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin und 2013 Mitglied der Akademie der Künste München.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Olga Neuwirth

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