> > > Staatsminister Stibler will Münchner Konzertsaal nach Mariss Jansons benennen
Mittwoch, 29. Januar 2020

Mariss Jansons (1943-2019), © Franz Johann Morgenbesser

Mariss Jansons (1943-2019), © Franz Johann Morgenbesser unter CC BY-SA 2.0

Bau des neuen Konzertsaals soll in einigen Jahren beginnen

Staatsminister Stibler will Münchner Konzertsaal nach Mariss Jansons benennen

München, . Bernd Sibler (CSU), bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, möchte der Münchner Abendzeitung zufolge den neuen Konzertsaal in München nach Mariss Jansons benennen. Er bezeichnete die Idee als naheliegend und selbstverständlich, sei doch der Neubau Jansons‘ Herzensprojekt gewesen. Derzeit werden die Details des Konzertsaals geplant, in einigen Jahren soll der Bau beginnen. Der lettische Dirigent, Leiter des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, für welches der neue Saal in erster Linie gedacht ist, war am Wochenende verstorben.

Der große Saal des neu entstehenden Konzerthauses soll 1.800 Besucher fassen, im kleineren Saal sollen nach jetziger Planung 600 Zuschauer Platz finden. Zudem ist für die Musikhochschule ein sogenanntes Projektlabor mit 200 Plätzen geplant, das für Aufführungen innovativer Projekte und Formate dienen soll.

Mariss Jansons wurde am 14. Januar 1943 in Riga, Lettland, geboren. Er studierte Violine, Klavier und Dirigieren am Leningrader Konservatorium und setzte sein Studium ab 1969 in Österreich fort, unter anderem bei Herbert von Karajan. 1973 wurde er zum stellvertretenden Dirigenten der Leningrader Philharmoniker ernannt. Von 1979 bis 2000 leitete Jansons das Osloer Philharmonieorchester. Weitere Engagements führten Jansons zum London Philharmonic Orchestra und zum Pittsburgh Symphony Orchestra. Seit 2003 ist er als Chefdirigent beim Chor und Symphonieorchester des öffentlich-rechtlichen Senders Bayerischer Rundfunk (BR) verpflichtet, 2006 leitete er erstmals das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Zusätzlich war er von 2003 bis 2015 Chefdirigent des Amsterdamer Concertgebouw Orchesters.  Mariss Jansons kann auf zahlreiche Auszeichnungen zurückblicken, darunter den Grammy in der Kategorie "Beste Orchesterleitung" 2006 und ebenfalls 2006 den "Drei-Sterne-Orden", die höchste Auszeichnung der Republik Lettland. Zudem wurde er mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society ausgezeichnet und ist Commandeur des Arts et des Lettres. Mariss Jansons starb am 30. November 2019 in Sankt Petersburg.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Mariss Jansons

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