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Mittwoch, 29. Januar 2020

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Staatstheater Wiesbaden, © Sven Helge Czichy

Staatstheater Wiesbaden, © Sven Helge Czichy

Mehr Ausgabendisziplin gefordert

Rechnungshof rügt Staatstheater Wiesbaden

Wiesbaden, . Der Landesrechnungshof hat das Hessische Staatstheater Wiesbaden gerügt. Grund ist die hohe Zahl an ermäßigten und kostenfreien Eintrittskarten, die das Haus trotz geringer Einnahmen ausgibt. Im Jahr 2017 habe das Theater beispielsweise einen Gesamtaufwand von 44 Millionen Euro verursacht,  jedoch lediglich 6,9 Millionen Euro an Eigenerlösen erzielt. Dabei sei jede 10. Eintrittskarte reduziert oder kostenlos gewesen. Zusätzlich sei die im Theatervertrag festgelegte Anzahl von mindestens 14 Konzerten im Kurhaus nicht erfüllt worden; der Durchschnitt lag bei acht. Auch wies der Rechnungshof darauf hin, dass am Staatstheater auch nach der Sanierung 2008 noch immer Mängel und Schäden bestünden, Baupläne müssten aktualisiert und Dokumentationen des Baubestands erstellt werden.

Neben dem Staatstheater Wiesbaden hatte der Rechnungshof die Asservatenverwaltung der Staatsanwaltschaften sowie die Hessenstiftung als Beispiele für wenig wirtschaftliches Vorgehen genannt. Walter Wallmann, Präsident des Rechnungshofs, forderte die Regierung zu mehr Ausgabendisziplin auf. Bislang würde unter der schwarz-grünen Koalition "Haushalte […] in guten Zeiten ruiniert".

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden wurde 1894 eröffnet. Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude 1947 als Großhessisches Staatstheater wiedereröffnet. Das Theater verfügt heute über das Große Haus mit 1.041 Plätzen, das Kleine Haus mit 328 Plätzen, das Studio mit 89 Plätzen und die externe Spielstätte Wartburg mit 154 Plätze. Es hat etwa 600 Beschäftigte. Intendant ist seit 2014 Uwe Eric Laufenberg, Generalmusikdirektor ist Patrick Lange.

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