> > > Wiener Staatsoper: Gemälde des Eisernen Vorhangs für 96.000 Euro versteigert
Mittwoch, 29. Januar 2020

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Trojanisches Pferd, © Martha Jungwirth

Trojanisches Pferd, © Martha Jungwirth

Rekordergebnis für Künstlerin Martha Jungwirth

Wiener Staatsoper: Gemälde des Eisernen Vorhangs für 96.000 Euro versteigert

Wien, . Die Originalvorlage des Bildes, das in der Wiener Staatsoper den Eisernen Vorhang ziert, ist versteigert worden. Im Wiener Auktionshaus im Kinsky erzielte das Ölgemälde "Trojanisches Pferd" von Martha Jungwirth 96.000 Euro. Zuvor war das 120 auf 200 Zentimeter große Bild auf 60.000 bis 100.000 Euro geschätzt worden. Die Hälfte des Erlöses geht an das Kunstprojekt "Eiserner Vorhang" von museum in progress: Jungwirths Kunstwerk ziert seit Oktober 176 Quadratmeter groß für eine Saison den Vorhang der Wiener Staatsoper. Für diese temporäre Ausstellungsfläche ist der Verein museum in progress verantwortlich.

Martha Jungwirth wurde am 15. Januar 1940 in Wien geboren. Sie studierte zwischen 1956 und 1963 an der Universität für angewandte Kunst in ihrer Heimatstadt, danach erhielt sie dort eine Lehrstelle (1967 bis 1977). Als Mitglied der Künstlergruppe „Wirklichkeiten“ verteidigte sie ab 1968 realistische Malerei in der Gesellschaft, auch wenn ihre eigene Kunst sich in Richtung des Abstrakten bewegte. Neben Wien arbeitete sie in den 60ern für einige Monate in New York. Für ihre Kunst wurde Jungwirth mit zahlreichen Preisen geehrt, zuletzt mit dem Oskar-Kokoschka-Preis (2018) und dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (2012).

Die Wiener Staatsoper wurde am 25. Mai 1869 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth eröffnet. Unter den ersten Direktoren waren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bildende Künstler für die neue Bühnenästhetik heranzog. Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend zerstört, doch bereits am 1. Mai 1945 wurden die Vorstellungen in der Volksoper und dem Theater an der Wien fortgesetzt. Die Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper fand mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik am 5. November 1955 statt. Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der bekanntesten Opernhäuser der Welt. Direktor ist Dominique Meyer; er wird 2020 abgelöst von Bogdan Ročić.

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