> > > Ehrendoktorwürde für Heinz Holliger
Donnerstag, 9. Juli 2020

Heinz Holliger, © Priska Ketterer

Heinz Holliger, © Priska Ketterer

Universität Basel vergibt sieben Ehrentitel

Ehrendoktorwürde für Heinz Holliger

Basel, . Im Rahmen ihren "Dies academicus" hat die Universität Basel sieben neue Ehrendoktorwürden ausgesprochen, darunter der Oboist und Komponist Heinz Holliger. Die Hochschule lobte Holligers avancierte Spieltechniken sowie die Ausstrahlung, außerdem habe der Musiker vergessene Komponisten des 18. Jahrhunderts wieder zum Leben erweckt. Ebenfalls hervorgehoben wurde Holligers Engagement als "einer der bedeutendsten Musikkünstler der Schweiz" für die Musikkultur Basels. Seine Ehrenpromotion gehört zur Philosophisch-Historischen Fakultät.

Heinz Holliger wurde 1939 in Langenthal in der Schweiz geboren und nahm bereits früh Musikunterricht. Im Alter von vierzehn Jahren entstanden erste eigene Kompositionen. 1956 begann er ein Studium am Berner Konservatorium bei Emile Cassagnaud (Oboe) und Sándor Veress (Komposition). Nachdem er zwei Jahre später sein Abitur bestand, erwarb er zusätzlich ein Lehrdiplom und studierte Klavier am Berner Konservatorium. Von 1961 bis 1963 nahm er außerdem weiteren Kompositionsunterricht bei Pierre Boulez. 1959 begann er seine professionelle Laufbahn als Solo-Oboist der Basler Orchester-Gesellschaft. 1961 folgten erste Schallplattenaufnahmen sowie weltweite Auftritte. 1965 nahm er eine Professur an der Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau an. Seit 1975 war er ständiger Gastdirigent bei Paul Sachers Basler Kammerorchester. Von 1998 bis 2001 war er zudem Dirigent des Orchestre de Chambre de Lausanne. Composer-in-Residence war er beim Orchestre de la Suisse Romande (1993/1994), bei den Luzerner Festwochen (1998) und bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker (2002). Im Jahr 2007 wurde Holliger das Komponistenportrait des Rheingau Musik Festivals gewidmet. 1987 gründete er zusammen mit Jürg Wyttenbach und Rudolf Kelterborn das Basler Musikforum. Holliger komponierte zahlreiche Bühnenwerke, Orchester-, Solo- und Kammermusikwerke.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Nationaltheater Mannheim: Sanierung wird teurer
47 Millionen Euro mehr für Bauarbeiten am Theaterhaus (09.07.2020) Weiter...

Staatstheater Karlsruhe: Intendant auf dem Weg der Besserung?
Peter Spuhler verspricht mehr Transparenz (09.07.2020) Weiter...

Salzburger Festspiele: Erste Covid-19 Infektion
Mitarbeiterin mit positivem Corona-Test (09.07.2020) Weiter...

Unruhe am Staatstheater Karlsruhe
Schwere Vorwürfe gegen Intendant Peter Spuhler (08.07.2020) Weiter...

Theater Ulm trauert um Ex-Intendant
Pavel Fieber stirbt im Alter von 78 Jahren (08.07.2020) Weiter...

Kultur-Veranstaltungen bald teurer?
Brandenburgs Kulturministerin warnt vor steigenden Eintrittspreisen (08.07.2020) Weiter...

Berliner Gericht rehabilitiert Veranstaltungsmanager
Innensenator hatte Mitarbeiter auf Beschwerde Daniel Barenboims hin versetzen lassen (08.07.2020) Weiter...

Eisenacher Bach-Kompositionspreis für Helder Alves de Oliveira
Preis ist mit 4.000 Euro dotiert (07.07.2020) Weiter...

Thomas Jung wird Zweiter beim Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb
Brite siegt und gewinnt Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro (06.07.2020) Weiter...

Neue Studie zur Gesundheitsgefahr beim Chorsingen
Wissenschaftler untersuchen Corona-Ansteckungsrisiken beim Singen (06.07.2020) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (7/8 2020) herunterladen (3000 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Leopold Kozeluch: Piano Trio P.IX:11 in C minor - Allegro

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Liv Migdal im Portrait "Man spielt mit den Ohren!"
Liv Migdal im Gespräch mit klassik.com.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich