> > > Oper Stuttgart: Volksentscheid zur Milliarden-Sanierung?
Montag, 6. Juli 2020

Staatsoper Stuttgart, © Schlaier

Staatsoper Stuttgart, © Schlaier unter CC BY-SA 3.0

Ministerpräsident Kretschmann zeigt sich offen für Abstimmung

Oper Stuttgart: Volksentscheid zur Milliarden-Sanierung?

Stuttgart, . Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) sieht die anstehende Opernsanierung, die voraussichtlich Kosten in Höhe von rund einer Milliarde Euro verursacht, als "selbstverständlich etwas, wo die Bürger entscheiden können". Dennoch halte er ein Bürgervotum durch die zwei Träger Land und Stadt für kompliziert. Seiner Meinung nach sollte es sich bei einer Abstimmung auch um mehr als eine "reine Ja-Nein-Entscheidung" handeln. Zuvor müssten außerdem Informationsveranstaltungen stattfinden, für ebenso denkbar hält Kretschmann jedoch die "Einbeziehung von Zufallsbürgern". Andere Parteien wollen sich erst in den kommenden Monaten zu dem Thema positionieren.

Vorgeschlagen hatte die Möglichkeit eines Volksentscheides die Bürgerinitiative „Aufbruch Stuttgart“. Die Gruppe argumentiert seit längerer Zeit für eine weniger umfangreiche Sanierung des maroden Gebäudes und befürwortet stattdessen einen Neubau. Die zuletzt vorgelegten Schätzungen von 740 bis 960 Millionen Euro für die Sanierung, die 2025 beginnen soll und fünf bis sieben Jahre andauern werde, exklusive der Kosten für ein Interimsgebäude, werden von dem Verein als zu hoch betrachtet.

Das Opernhaus Stuttgart wurde 1912 nach Max Littmann fertiggestellt. Die von Littmann konzipierte und entworfene Theater-Doppelhausanlage mit Großem Haus, Kleinem Haus sowie den die beide Spielstätten verbindenden Funktionstrakten für Werkstätten, Technik, Verwaltung und Gastronomie machen das Haus zum größten Dreisparten-Theater der Welt. Eine Modernisierung wurde 1956 durch den Architekten Paul Stohrer vorgenommen.1983/84 wurden diese Eingriffe in den Zuschauerraum und die Foyers rückgängig gemacht und das Große Haus nach den Originalplänen Max Littmanns renoviert und technisch auf den Stand der Zeit gebracht. Generalmusikdirektor ist Cornelius Meister, als Intendant amtet Viktor Schoner.

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