> > > Mailänder Scala unterstützt Venedigs hochwassergeschädigtes Theater La Fenice
Donnerstag, 9. Juli 2020

Teatro La Fenice (Innenansicht), © Benh Lieu Song

Teatro La Fenice (Innenansicht), © Benh Lieu Song unter CC BY-SA 4.0

Ballettvorführung zur Spendensammlung geplant

Mailänder Scala unterstützt Venedigs hochwassergeschädigtes Theater La Fenice

Venedig, . Die Mailänder Scala hat ihre Unterstützung für das venezianische Gran Teatro La Fenice angekündigt. Das Theater wurde durch die Überschwemmungen in der Stadt in Mitleidenschaft gezogen. In einer für Ende November geplanten Sondervorstellung der Ballett-Sparte sollen Spenden gesammelt werden. Über diese solidarische Initiative der Scala-Mitarbeiter berichtete Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala auf einem sozialen Netzwerk.

Venedig kämpft seit rund einer Woche mit Überschwemmungen, rund 70 Prozent der Stadt sind betroffen. Neben dem Theater La Fenice, das seinen Betrieb vollständig einstellen musste, sind auch andere Gebäude beschädigt, darunter der Markusdom.

Das Teatro La Fenice ist das größte Opernhaus Venedigs. Der Nachfolgebau eines niedergebrannten Opernhauses wurde ab 1790 durch den Architekten Gian Antonio Selva errichtet und 1792 eröffnet. 1836 wurde das Haus erneut durch ein Feuer schwer beschädigt und brannte 1996 nach einem Brandanschlag wiederum völlig nieder. 2003 wurde das Haus zunächst als Konzertsaal wieder eröffnet, 2004 dann konnte der Opernbetrieb wieder aufgenommen werden. Am Teatro La Fenice wurde eine Vielzahl bedeutender Opern von Gioachino Rossini, Giacomo Meyerbeer, Vincenzo Bellini, Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi, Igor Strawinski, Luciano Berio, Luigi Nono und vielen anderen uraufgeführt.

Das Teatro alla Scala, auch Mailänder Scala genannt, wurde 1778 als Nachfolgebau des Teatro Regio Ducale eröffnet. Für den Neubau ließ Maria Theresia die Kirche Santa Maria alla Scala abreißen. Nachdem das Haus im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, gelang der Wiederaufbau in kürzester Zeit, sodass es im Mai 1946 wiedereröffnet werden konnte. Durch den überhasteten Wiederaufbau wurden jedoch umfangreiche Sanierungen notwendig, die von 2001 bis 2004 unter der Leitung von Mario Botta durchgeführt wurden. Dabei wurde die Akustik und Bühnentechnik auf den neuesten Stand gebracht, während die ursprüngliche Inneneinrichtung wiederhergestellt werden konnte. Intendant ist Alexander Pereira, Musikdirektor ist Riccardo Chailly.

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