> > > Nachlass von Sopranistin Eva Turner versteigert
Montag, 9. Dezember 2019

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Partitur von Turandot, © Ricordi, Mailand

Partitur von Turandot, © Ricordi, Mailand

Chinesische Turandot-Roben bringen 1.200 Pfund

Nachlass von Sopranistin Eva Turner versteigert

Salisbury, . Ein Auktionshaus im britischen Salisbury hat Kleider der Opernsängerin Eva Turner versteigert. Die 1990 verstorbene Sopranistin hatte die chinesischen Roben in Aufführungen von Puccinis "Turandot" getragen. 1926, dem Jahr der Uraufführung des Stücks in Mailand, sang sie die Rolle zunächst in Brescia, später in London und an der Scala. Neben den drei Kleidern versteigerte Woolley and Wallis auch einen Fächer sowie signierte Programme der Feierlichkeiten zu Turners 90. Geburtstag. Insgesamt wurde ein Preis von 1.200 Pfund (rund 1.400 Euro) erzielt, rund das Sechsfache des zuvor geschätzten Werts.

Eva Turner wurde am 10. März 1892 in Werneth geboren. Ersten Gesangsunterricht erhielt sie bei Dan Rootham, danach studierte sie von 1911 bis 1914 an der Royal Academy of Musik in London. Danach war sie im Chor der Carl Rosa Opera Company tätig, übernahm jedoch mit der Zeit auch größere Rollen. 1924 wurde sie an der Mailänder Scala für zwei Rollen in Wagners "Ring"-Zyklus engagiert, zwei Jahre später sang sie das erste Mal ihre Paraderolle in "Turandot" in Brescia. Ihr Abschied von der Bühne folgte 1948, jedoch gab sie danach weiter Gesangsunterricht. Sie war neun Jahre lang an der University of Oklahoma tätig, ab 1959 lehrte sie an der Royal Academy of Music in London. Dort ging sie erst mit über 80 in Rente. Eva Turner starb am 16. Juni 1990.

"Turandot" ist die letzte von Giacomo Puccini verfasste Oper. Sie basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Carlo Gozzi von 1762 und wurde erst nach Puccinis Tod vervollständigt. Die Uraufführung fand am 25. April 1926 an der Mailänder Scala statt, Rosa Raisa sang die Titelrolle.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Giacomo Puccini

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