> > > Zwei Gewinner beim Genfer Kompositionswettbewerb
Montag, 6. Juli 2020

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Die beiden Gewinner sowie der Drittplatzierte des diesjährigen Wettbewerbes, © Anne-Laure Lechat

Die beiden Gewinner sowie der Drittplatzierte des diesjährigen Wettbewerbes, © Anne-Laure Lechat

Auszeichnung ist mit 15.000 Schweizer Franken dotiert

Zwei Gewinner beim Genfer Kompositionswettbewerb

Genf, . Bei der in diesem Jahr stattfindenden 74. Ausgabe des Concours de Genève haben sich die Jurymitglieder im Fach Komposition für zwei Gewinner entschieden. Die Japanerin Hinako Takagi und Daniel Arango Prada aus Kolumbien erhielten für ihre Werke "L’Instant" (Takagi) und "Dune" (Arango Prada) beide den mit 15.000 Schweizer Franken (rund 13.650 Euro) dotierten Hauptpreis. Prada erhielt außerdem zwei Sonderpreise, den Publikumspreis und den Young Audience Prize, Takagi wurde zusätzlich mit dem Students‘ Prize geehrt. Der Koreaner Hyeon Joon Sohn wurde für "The Living Reed" mit dem dritten Preis des Wettbewerbs, dotiert mit 5.000 Schweizer Franken (rund 4.550 Euro) ausgezeichnet. Außerdem erhielt er den Nicati-de-Luce-Sonderpreis. Ziel des Concours de Genève war in diesem Jahr, ein Werk für ein Ensemble mit Oboe einzureichen. Beim Finale des Wettbewerbs wurden die Werke von den Solisten Matthias Arter, Philippe Grauvogel und Ernest Rombout in Begleitung des Lemanic Modern Ensemble unter der Leitung von Pierre Bleuse uraufgeführt. Die Kompositionen werden beim nächsten Wettbewerb im Fach Oboe als Pflichtstücke übernommen.

Hinako Takagi ist Komponistin und Pianistin. Als Studentin arbeitete sie mit Allain Gaussin und Eric Tanguy zusammen, inzwischen ist sie selbst als Dozentin am Osaka College of Music tätig. Zuletzt gewann sie 2017 einen Kompositionspreis, als sie bei der Japanese National Music Competition für ein Werk für Streichquartett und Klavier mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurde.

Daniel Arango Prada wurde in Bogotá geboren. Er studierte in Kolumbien und Argentinien Musiktheorie und Gitarre, danach übersiedelte er für Kompositionsstudien nach Frankreich. Dort wurde er erst am Conservatoire de Montpellier von Christophe de Coudenhove unterrichtet, danach am Conservatoire de Lyon von Stéphane Borrel und Christophe Maudot. 2015 wechselte er ans Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Lyon und studierte bei Michelle Tadini, Philippe Hurel, Martin Matalon und Francois Roux.

Der Concours de Genève wurde im Jahr 1939 von Henri Gagnebin und Frédéric Liebstoeckl in Genf ins Leben gerufen und findet dort jährlich statt. In diesem Jahr wurde der Wettbewerb in den Kategorien Komposition und Percussion ausgetragen. Organisiert wird er von einer Stiftung in Partnerschaft mit dem Orchestre de la Suisse Romande, der Genfer Oper und dem Konservatorium der Stadt. Die Jury setzte sich in diesem Jahr zusammen aus Kaija Saariaho, Julian Anderson, Toshio Hosokawa, Michael Jarrell und Liza Lim. Zu den bisherigen Gewinnern des Wettbewerbes gehören u.a. Arturo Benedetti Michelangeli, Rudolf am Bach, Nelson Goerner sowie Christian Zacharias.

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