> > > Staatsoper Stuttgart: Kosten für Sanierung sprengen Milliarden-Grenze
Freitag, 10. Juli 2020

Staatstheater Stuttgart, © Schlaier

Staatstheater Stuttgart, © Schlaier unter CC BY-SA 3.0

Bürgerinitiative fordert Bürgerbefragung

Staatsoper Stuttgart: Kosten für Sanierung sprengen Milliarden-Grenze

Stuttgart, . Für die Sanierung der Stuttgarter Staatsoper sind gestern neue Kostenschätzungen veröffentlicht worden. Demnach könnten sich alle Arbeiten, inklusive der Kosten für die noch nicht beschlossene Interimsspielstätte, auf über eine Milliarde Euro belaufen. In dem Haus von 1911 sollen zusätzlich zu den Renovierungsarbeiten eine moderne Kreuzbühne sowie zusätzliche Proberäume eingebaut werden. Insgesamt hat die Intendanz einen Bedarf von 10.450 Quadratmeter zusätzlicher Nutzfläche angemeldet. Noch halten sich die Regierungsmitglieder mit der Entscheidung zurück, denn Stadt und Land müssten sich die Kosten vollständig teilen. Fest stehe jedoch, dass mit dem Bau nicht vor 2025 begonnen werden könne, so Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen).

Mit der Veröffentlichung der Zahlen hat sich auch die Bürgerinitiative "Aufbruch Stuttgart", die sich in der Vergangenheit gegen die umfangreiche Sanierung und für einen Neubau ausgesprochen hatte, wieder zu Wort gemeldet. Eine Milliarde Euro bezeichnete Wieland Backes vom Verein als "unanständig hohe Kosten". Die Gruppe fordert nun eine Bürgerbefragung zum Thema, bislang sei des Opernprojekt aus ihrer Sicht nicht demokratisch genug verlaufen.

Das Opernhaus Stuttgart wurde 1912 nach Max Littmann fertiggestellt. Die von Littmann konzipierte und entworfene Theater-Doppelhausanlage mit Großem Haus, Kleinem Haus sowie den die beide Spielstätten verbindenden Funktionstrakten für Werkstätten, Technik, Verwaltung und Gastronomie machen das Haus zum größten Dreisparten-Theater der Welt. Eine Modernisierung wurde 1956 durch den Architekten Paul Stohrer vorgenommen.1983/84 wurden diese Eingriffe in den Zuschauerraum und die Foyers rückgängig gemacht und das Große Haus nach den Originalplänen Max Littmanns renoviert und technisch auf den Stand der Zeit gebracht. Generalmusikdirektor ist Cornelius Meister, als Intendant amtet Viktor Schoner.

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