> > > Würzburger Mainfrankentheater: Stadt und Land unterzeichnen Eckpunktepapier
Freitag, 10. Juli 2020

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Staatsminister Bernd Sibler, MdL (vorne li.), und Oberbürgermeister Christian Schuchardt unterzeichnen das Eckpunktepapier "Staatstheater", © Nik Schölzel

Staatsminister Bernd Sibler, MdL (vorne li.), und Oberbürgermeister Christian Schuchardt unterzeichnen das Eckpunktepapier "Staatstheater", © Nik Schölzel

Sukzessive Weiterentwicklung zum Staatstheater

Würzburger Mainfrankentheater: Stadt und Land unterzeichnen Eckpunktepapier

Würzburg, . Kulturminister Bernd Sibler (CSU), Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und die Theaterleitung des Mainfrankentheaters haben ein gemeinsames Eckpunktepapier unterzeichnet und damit den Startschuss für die Weiterentwicklung des Theaters in ein Staatstheater gegeben. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wohnte der Unterzeichnung ebenfalls bei. Die staatlichen Zuschüsse zu den Betriebskosten sollen zunächst schrittweise von 35 auf 50 Prozent erhöht werden, während sich bei der städtischen Trägerschaft nichts ändert. 2021 soll der Förderbetrag dann mindestens 9,8 Millionen Euro betragen. Die zusätzlichen Mittel würden der künstlerischen Qualität zugute kommen, so die Theaterleitung. Nach der auf die Sanierung folgenden Wiedereröffnung 2022 soll das Haus dann umgewandelt werden und Würzburg zur vierten bayerischen Stadt mit einem Staatstheater werden. Dem Mainfrankentheater bliebe seine aktuelle Trägerschaft und Rechtsform erhalten.

Sibler kommentierte, man wolle "dazu beitragen, das ... künstlerische Niveau des Hauses noch weiter zu heben und seine Anziehungskraft weit über die Grenzen Bayerns hinaus zu steigern". Oberbürgermeister Schuchardt lobte das "Würzburger Modell", welches den Mitarbeitern Sicherheit gebe und das Theater "nachhaltig zukunftsorientiert aufstellt". Intendant Markus Trabusch bezeichnete die Aufwertung zum Staatstheater als positives Signal und Würdigung der bisherigen Arbeit.

Das Mainfranken Theater Würzburg wurde 1966 als Nachfolger des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Würzburger Stadttheaters eröffnet. Dieses war im Jahr 1804 von Julius Graf Soden gegründet worden. Das Dreispartenhaus verfügt im Großen Haus über 739 Sitzplätze, hinzu kommen 92 weitere Plätze in einer kleineren Spielstätte, womit es das größte Theater Unterfrankens ist. Seit der Spielzeit 2016/17 ist Markus Trabusch Intendant, als Generalmusikdirektor wirkt Enrico Calesso.

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