> > > Händel-Haus Halle erwirbt Messiah-Handschrift
Samstag, 11. Juli 2020

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Partitur des Messias auf Ruckersnachbau, © Thomas Ziegler

Partitur des Messias auf Ruckersnachbau, © Thomas Ziegler

Vollständige italienische Übersetzung galt als verschollen

Händel-Haus Halle erwirbt Messiah-Handschrift

Halle, . Das Händel-Haus Halle hat eine Handschrift von Georg Friedrich Händels "Messiah" aus dem 18. Jahrhundert erworben. Bei der Handschrift handelt sich um ein vollständiges Manuskript der ersten Aufführung des Oratoriums in italienischer Übersetzung von etwa 1770. Es umfasst 102 Blätter mit Handschriften und Libretto-Drucken in Fadenheftung. Darüber hinaus sind eine Kontrabass- und Violoncello-Stimme erhalten. Die Uraufführung in dieser Fassung hatte in Florenz im Sommer 1768 stattgefunden. Die Partitur hatte bislang als verschollen gegolten. Der Kauf der Handschrift wurde durch die finanzielle Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt sowie einer Bank ermöglicht. Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung Händel-Haus, bezeichnete das Objekt als eines der wertvollsten in der umfangreichen Sammlung des Hauses. Als nächster Schritt folge nun die wissenschaftliche Auswertung und Erschließung. Auch eine erneute Aufführung sei im Gespräch, so Birnbaum.

Das Geburtshaus von Georg Friedrich Händel ist das Musikmuseum der Stadt Halle und seit 2008 als kommunale Stiftung organisiert. Der Gebäudekomplex wurde vor 1558 erbaut und war über 100 Jahre im Eigentum der Familie Händel. Die Stadt Halle erwarb das Anwesen 1937, das Musikmuseum wurde 1948 eröffnet und seitdem mehrfach erweitert. Neben der Dauerausstellung über den Komponisten zeigt das Haus ca. 700 historische Musikinstrumente, rund 1.000 Handschriften diverser Komponisten sowie wertvolle Gemälde und Grafiken. Die Stiftung des Museums organsiert auch die jährlich stattfindenden Händel-Festspiele Halle, seit 2006 in Kooperation mit dem Leipziger Bachfest.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Georg Friedrich Händel

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