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Samstag, 19. Oktober 2019

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Enjott Schneider, © M. Vietmaier

Enjott Schneider, © M. Vietmaier

Ehrenpreis für Beitrag zu Spiel- und Dokumentarfilmen

Deutscher Filmmusikpreis für Enjott Schneider

Halle, . Der Komponist Enjott Schneider.wird diesjähriger Ehrenpreisträger des Deutschen Filmmusikpreises, der im Anfang November im Rahmen der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt in Halle vergeben wird. Schneider habe mit seiner Musik laut Veranstalter sowohl den Spielfilm als auch den Dokumentarfilm bereichert. Schneider hat mehr als 600 Film-Kompositionen geschaffen, u. a. die Musik zu "Schlafes Bruder", "Stalingrad", "Herbstmilch", "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen", "Marienhof", "Tatort", "Das Wunder von Bern" und "Stauffenberg".

Enjott Schneider wurde am 25. Mai 1950 in Weil am Rhein als Norbert Jürgen Schneider geboren. Im Alter von 19 Jahren nahm er eine Organistenstelle an, ab 1975 war er als Kirchenmusiker in Hinterzarten tätig. Ab 1969 studierte er Musiktheorie, Schulmusik, Orgel und Trompete an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau sowie Musikwissenschaft, Germanistik und Linguistik an der dortigen Universität. 1977 promovierte er bei Hans Heinrich Eggebrecht. Seit 1979 bekleidet Schneider in München eine Professur an der dortigen Musikhochschule, zunächst für Musiktheorie, später für Filmmusik. Über sein kompositorisches Schaffen für Film und Fernsehen hinaus zählen zahlreiche Bühnen-, Konzert- und Geistliche Musiken zu seinem Werk, darunter 7 abendfüllende Opern, 10 Oratorien und 16 Orgelsinfonien.

Seit 2003 ist Enjott Schneider Mitglied des Aufsichtsrats der GEMA, dessen Führung er bis 2017 inne hatte. Seit 2013 ist er Präsident des Deutschen Komponistenverbandes und Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrates. 1990 wurde Schneider mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen das Filmband in Gold, der "Fipa d'or" sowie der Deutsche Fernsehpreis (2007).

Der Deutsche Filmmusikpreis wird seit 2014 von der International Academy of Media and Arts in Zusammenarbeit mit der Deutschen Filmkomponistenunion verliehen. Er wird in sieben Kategorien vergeben; darunter ist auch der Ehrenpreis. Frühere Träger des Ehrenpreises waren Klaus Doldinger, Bernd Wefelmeyer, Martin Böttcher und Harold Faltermeyer. Zur Fachjury gehörten in diesem Jahr die Filmkomponistin Christine Aufderhaar, Ingo Frenzel, Micki Meuser sowie Filmmusikexperte Georg Maas und der künstlerische Leiter der Filmmusiktage Markus Steffen.

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