> > > Anne-Sophie Mutter mit Praemium Imperiale ausgezeichnet
Freitag, 29. Mai 2020

Geigerin Anne-Sophie Mutter, © Ole Morten Melgard

Geigerin Anne-Sophie Mutter, © Ole Morten Melgard unter CC BY-SA 4.0

Preisgeld in Höhe von 15 Millionen Yen

Anne-Sophie Mutter mit Praemium Imperiale ausgezeichnet

Tokio, . Die Geigerin Anne-Sophie Mutter erhält den diesjährigen Praemium Imperiale in der Kategorie Musik. Dies teilte der Präsident des Goethe-Instituts und Repräsentant der Japan Art Association, Klaus-Dieter Lehmann, mit. Der Preis gehört zu den weltweit wichtigsten Kulturpreisen und wird in den Bereichen Malerei, Skulptur, Architektur, Musik und Theater/Film für ein Lebenswerk vergeben. In der Begründung heißt es, die Violinistin zähle zu den weltweit größten Geigen-Virtuosen unserer Zeit. Auch engagiere sich die Ausnahmekünstlerin für die zeitgenössische Musik und für die Förderung junger Talente. Der Preis wird Mitte Oktober in Tokio verliehen.

Neben Mutter werden der südafrikanische Maler William Kentridge, das US-amerikanische Architektenduo Tod Williams und Billie Tsien, der japanische Theater- und Filmschauspieler Bando Tamasaburo und die britisch-palästinensische Künstlerin Mona Hatoum ausgezeichnet. Der Preis ist jeweils mit 15 Millionen Yen (rund 126.000 Euro) dotiert. Das musikalische Bildungsprogramm Démos der Philharmonie de Paris wird darüber hinaus mit einem Nachwuchspreis, der mit fünf Millionen Yen (rund 42.000 Euro) versehen ist, ausgezeichnet.

Anne-Sophie Mutter wurde am 29. Juni 1963 in Rheinfelden/Baden geboren. Ihre musikalische Karriere begann sie bereits im Alter von 13 Jahren bei den Salzburger Pfingstkonzerten im Jahr 1977 unter der Leitung von Herbert von Karajan. Seitdem trat sie als Solistin wie auch als Kammermusikerin bereits auf nahezu allen international bedeutenden Bühnen auf. Für ihr künstlerisches Schaffen wurde Mutter mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, darunter der Deutsche Schallplattenpreis, der Record Academy Prize, der Grammy sowie das Bundesverdienstkreuz. Sie setzt sie sich aktiv für die Nachwuchsförderung ein und gründete mehrere Organisationen zur Unterstützung junger Musiker.

Die häufig als "Nobelpreis der Künste" bezeichnete Auszeichnung wurde 1989 auf Anregung des japanischen Kaiserhauses zum Andenken an Prinz Takamatsu gestiftet. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des japanischen Kaiserhauses und wird von der Japanese Art Association jährlich an große Künstler vergeben. Umgerechnet ist die Auszeichnung mit 126.000 Euro dotiert. Unter den bisherigen Preisträgern im Bereich Musik befinden sich unter anderem Riccardo Muti, Plácido Domingo, Daniel Barenboim, Philip Glass, Gidon Kremer, Maurizio Pollini, Claudio Abbado, Hans Werner Henze, Leonard Bernstein, Arvo Pärt und Mitsuko Uchida.

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