> > > Deutsche Fagottisten mit Doppelerfolg beim ARD-Musikwettbewerb
Dienstag, 2. Juni 2020

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Die Gewinner Andrea Cellacchi, Theo Plath und Mathis Stier, © Daniel Delang

Die Gewinner Andrea Cellacchi, Theo Plath und Mathis Stier, © Daniel Delang

Mathis Stier und Theo Plath erspielen sich 2. und 3. Preis

Deutsche Fagottisten mit Doppelerfolg beim ARD-Musikwettbewerb

München, . Beim ARD-Musikwettbewerb wurde im Fach Fagott in diesem Jahr kein erster Preis vergeben, dafür der zweite Preis zweimal: an den 22-jährigen Italiener Andrea Cellacchi und Mathis Stier (25) aus Deutschland. Andrea Cellacchi bekam zusätzlich den Preis für die beste Interpretation des Auftragswerkes "nailing clouds for bassoon solo“ von Milica Djordjević, der gebürtige Münchner Mathis Stier den Publikumspreis. Mit dem dritten Preis wurde Theo Plath (25) aus Deutschland ausgezeichnet. Im Fach Fagott spielten die Finalisten mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Valentin Uryupin.

Mit neun Jahren erhielt der 1994 in München geborene Mathis Kaspar Stier seinen ersten Fagottunterricht. Er war Jungstudent bei Lyndon Watts und studierte bei Eberhard Marschall an der Hochschule für Musik und Theater München. 2018-2019 studierte er bei Sergio Azzolini an der Musik-Akademie Basel. Er war Mitglied verschiedener Orchester wie des Bundesjugendorchesters, des Gustav-Mahler-Jugendorchesters und der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker. Seit 2016 ist er als Solofagottist im WDR Sinfonieorchester engagiert und war als Orchesteraushilfe beim NDR Elbphilharmonie Orchester, beim DR SymfoniOrkestret in Kopenhagen, bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, beim Gürzenich-Orchester Köln und bei den Münchner Philharmonikern. Mathis Kaspar Stier gewann 2014 den 2. Preis der Fernand Gillet-Hugo Fox Competition in New York und den 3. Preis des  Musikwettbewerbs "Prager Frühling".

Der 1994 in Deutschland geborene Theo Plath erhielt seinen ersten Fagottunterricht bei Nikolaus Maler und absolviert derzeit sein Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater München bei Dag Jensen. Nach langjähriger Mitgliedschaft im Bundesjugendorchester ist der 25-Jährige regelmäßiger Gast bei Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und den Symphonieorchestern des West-und Norddeutschen Rundfunks. Seit 2019 ist er Solofagottist des hr-Sinfonieorchesters. Zudem ist er Mitglied im Monet-Bläserquintett und veröffentlichte 2015 seine erste CD. Plath gewann zahlreiche Preise, darunter die ersten Preise des Aeolus Bläserwettbewerbs, des Crusell-Wettbewerbs und des Gasteig Musikpreises. Darüber hinaus wurde er 2018 mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs ausgezeichnet.

Als Sohn einer Musikerfamilie begann Andrea Cellacchi, 1997 in Italien geboren, mit zehn Jahren Fagott zu spielen. Sechs Jahre später schloss er am Konservatorium O. Respighi in Latina (Italien) sein Studium mit Auszeichnung ab. Er war Student an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom bei Francesco Bossone und an der Zürcher Hochschule der Künste bei Matthias Rácz, wo er derzeit den Masterstudiengang für Specialised Music Performance (Solist) belegt. Mit 18 Jahren erlangte er internationale Bekanntheit, nachdem er mit dem 1. Preis beim 10. Aeolus Bläserwettbewerb in Düsseldorf und mit dem 1. Preis bei der Muri Competition 2016 ausgezeichnet wurde. Er gewann zahlreiche weitere Wettbewerbe, zuletzt den 2. Preis beim 53. Wettbewerb Markneukirchen und den 1. Preis bei der Fernand Gillet-Hugo Fox Competition 2018. Neben Soloauftritten bei verschiedenen Orchestern war Andrea Cellacchi bereits als Solo-Fagottist beim Konzerthausorchester Berlin engagiert und ist nun Solo-Fagottist beim Luzerner Sinfonieorchester.

Der ARD-Musikwettbewerb wird seit 1952 jährlich veranstaltet und ist einer der größten internationalen Musikwettbewerbe. In jährlich wechselndem Turnus stehen unterschiedliche Instrumentalfächer bzw. Gesang im Zentrum des Wettbewerbs. Teilnehmen dürfen im Fach Gesang Künstler und Künstlerinnen aus der ganzen Welt, in diesem Jahr geboren zwischen 1986 und 1998. Die Liste früherer Preisträger ist lang; ausgezeichnet wurden unter anderen Mitsuko Uchida, Francisco Araiza, Thomas Quasthoff, Yuri Bashmet, Christian Tetzlaff, Heinz Holliger, Maurice André, Sharon Kam und Peter Sadlo.

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