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Samstag, 19. Oktober 2019

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Szenenfoto Götterdämmerung in der Regie von Elisabeth Stöppler am Theater Chemnitz, © Kirsten Nijhof

Szenenfoto Götterdämmerung in der Regie von Elisabeth Stöppler am Theater Chemnitz, © Kirsten Nijhof

Roberto Ciulli wird für sein Lebenswerk geehrt

Faust-Theaterpreis gibt Nominierungen bekannt

Köln, . Der Deutsche Bühnenverein hat seine Nominierungen für die Preisverleihung des Theaterpreises "Der Faust" im November bekanntgegeben. Die Auszeichnung wird in acht Kategorien verliehen: Regie Musiktheater, Regie Schauspiel, Sängerdarsteller Musiktheater, Darsteller Schauspiel, Choreografie, Darsteller Tanz, Regie Kinder- und Jugendtheater und Bühne/Kostüm. In der Kategorie Musiktheater-Regie sind in diesem Jahr Kay Kuntze für die Inszenierung von "Die Passagierin" am Theater Altenburg-Gera, Marie-Eve Signeyrole für "La Damnation de Faust" an der Staatsoper Hamburg und Elisabeth Stöppler für "Götterdämmerung" am Theater Chemnitz nominiert. Bei den Sängerdarstellern wird die Jury sich zwischen Olesya Golovneva (Rusalka in "Rusalka") von der Oper Köln, Johannes Martin Kränzle (Siskov in "Aus einem Totenhaus") von der Oper Frankfurt und Anna Princeva (Elsa in "Lohengrin") vom Theater Bonn entscheiden müssen.

Zusätzlich wurde die bereits feststehende Entscheidung für den Preis für das Lebenswerk veröffentlicht. In dieser Kategorie ehrt die Jury in diesem Jahr Roberto Ciulli. Seine Arbeit am Theater an der Ruhr mache er seit Jahrzehnten "mit Humor, Menschenkenntnis, Ernst und Liebe", so die Begründung. Ciulli wurde am 1. April 1934 in Mailand geboren. Zunächst studierte er Philosophie und promovierte, dann gründete er im Alter von 26 das Theater Il Globo in Mailand. 1965 ging er nach Deutschland, wo er seine Theaterarbeit als Regieassistent in Göttingen fortsetzte. Auch in Berlin und Düsseldorf war er tätig, bevor er zwischen 1972 und 1979 Schauspieldirektor am Schauspiel Köln wurde. Dort traf er Dramaturg Helmut Schäfer, mit dem er 1980 das freie Theater an der Ruhr in Mülheim gründete. Seit der ersten Premiere, „Lulu“ von Frank Wedekind, ist Ciulli einer der Theaterdirektoren. Das Theater ist insbesondere für seine Tourneen im In- und Ausland bekannt. Ciulli wurde für seine Arbeit zunächst 1988 mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet, 1996 folgte das Verdienstkreuz 1. Klasse, 2000 der Ehrenring der Stadt Mülheim und 2013 der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Deutsche Theaterpreis "Der Faust" ist ein 2006 ins Leben gerufener nationaler, undotierter Theaterpreis. Verliehen wird er an Personen, deren Arbeit sich als wegweisend für das deutsche Theater zeigt. Er wird in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und einem jährlich wechselnden Bundesland vergeben. Finanziert wird die Veranstaltung vom Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, der Kulturstiftung der Länder und dem Deutschen Bühnenverein. "Der Faust" wurde in der Kategorie Lebenswerk unter anderem bereits an die Schauspielerin Inge Kelle, den Dramatiker Tankred Dorst, den Dirigenten Michael Gielen, den Schriftsteller George Tabori sowie die Choreografin Pina Bausch verliehen. Grundlage für die Vergabe des Preises sind Vorschläge der Theater. Ein Theater darf jedoch keine eigene Produktion vorschlagen. Eine Jury aus künstlerischen Berichterstattern und einem Ausschuss des Deutschen Bühnenvereins, bestehend aus Intendanten, Ballettdirektoren, Regisseuren, Dramaturgen und Kulturpolitikern, nominiert aus den eingegangenen Vorschlägen für jede der Kategorien drei Künstler. Über diese Vorschläge stimmt eine fünfköpfige Jury, die aus Mitgliedern der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste besteht, ab.

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