> > > Neue Ermittlungen im Fall des Regisseurs Kirill Serebrennikow
Dienstag, 18. Februar 2020

Gericht gibt Fall an Generalstaatsanwaltschaft zurück

Neue Ermittlungen im Fall des Regisseurs Kirill Serebrennikow

Moskau, . Der Fall um den russischen Theaterregisseur Kirill Serebrennikow ist an die Generalstaatsanwaltschaft zurückverwiesen worden. Grund für die erneuten Ermittlungen sollen Widersprüche bei den Ermittlungen sein, die Ermittler wurden für Fehler gerügt. Richterin Irina Akkuratowa sprach Serebrennikow außerdem von seinem Reiseverbot frei, sodass der Künstler sich nun auch außerhalb Moskaus wieder frei bewegen und arbeiten darf. Serebrennikow war erst vor einigen Monaten aus dem Hausarrest entlassen worden.

Kirill Serebrennikow befand sich seit August 2017 im Hausarrest. Die Ermittler werfen Serebrennikow vor, umgerechnet rund eine Million Euro unterschlagen zu haben. Zudem gingen die russischen Behörden dem Vorwurf nach, Serebrennikow habe das "7. Studio" gegründet, um Fördergelder in Höhe von umgerechnet 2,84 Millionen Euro zu erhalten. Eine ehemalige Buchhalterin belastete Serebrennikow schwer. Trotz der Einschränkungen von gerichtlicher Seite führte Serebrennikow auch unter Arrest seine Arbeit fort: So wurde in Hamburg an der Staatsoper seine Inszenierung von Giuseppe Verdis "Nabucco" aufgeführt. Auch in Zürich und Stuttgart liefen nach seiner Verhaftung noch Aufführungen Serebrennikows. 2019 wurde er durch ein Gutachten entlastet, welches feststellte, dass ein Theaterprojekt einfach mehr Geld gekostet habe und Serebrennikow die Fördergelder nicht für Privates genutzt hätte. Das Verfahren gilt seit Beginn als politisch motiviert.

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