> > > Schweizer Violinist Simon Wiener gewinnt Brahms-Wettbewerb 2019
Sonntag, 26. Januar 2020

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Simon Wiener, © privat

Simon Wiener, © privat

Sieger erhält Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro

Schweizer Violinist Simon Wiener gewinnt Brahms-Wettbewerb 2019

Pörtschach, . Beim 26. Johannes Brahms Wettbewerb in Pörtschach/Kärnten hat Violinist Simon Wiener das Finale im Fach Violine für sich entschieden. Der Schweizer gewann die Konkurrenz vor Tikhon Lukyanenko und Hwapyung Yoo. Die Kammermusik-Wertung und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 3.500 Euro konnte das Trio Legend vor dem Duo Tarvide/Bumbiss und dem Trio Aralia gewinnen. Den ersten Preis in der Kategorie Klavier erhielt Misakok Mihara zugesprochen, Bariton Fabian Langguth gewann die Lied-Konkurrenz. Die Gewinner der Einzelkategorien erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro,

Simon Wiener wurde 1994 in Uster (Schweiz) geboren und erhielt ab dem Alter von viereinhalb Jahren Violinunterricht. Von 2010 bis 2014 war er Schüler von Zakhar Bron und führte anschliessend sein Masterstudium bei Renaud Capuçon an der Hochschule Lausanne weiter, wo er 2018 sein Solistendiplom mit Auszeichnung abschloss. Derzeit ist er Schüler von Ilya Gringolts an der ZHdK in Zürich. Er besuchte Meisterkurse bei Shmuel Ashkenasi, Ana Chumachenco, Midori Goto, Mihaela Martin, Benjamin Schmid, Ingolf Turban, Maxim Vengerov, Pavel Vernikov und Donald Weilerstein.

Am Leopold-Mozart-Wettbewerb 2019 in Augsburg wurde er mit dem Sonderpreis der Kritiker-Jury und dem Sonderpreis für die beste Interpretation des kammermusikalischen Werks ausgezeichnet. Ausserdem war er Preisträger bei Wettbewerben in Polen, Italien, Österreich und der Schweiz, so am Internationalen Wieniawski-Lipinski-Wettbewerb 2012 in Lublin, beim Rahn Musikpreis 2014 in Zürich, am Concorso Postacchini 2016 in Fermo und am Internationalen Wettbewerb „Rodolfo Lipizer“ 2018 in Gorizia. 2017 war er Finalist am renommierten „Henri Marteau“-Violinwettbewerb. 2018 erhielt er den ersten Preis beim Wettbewerb „Kiefer Hablitzel-Göhner“. Wiederholt solistisch trat er seit 2012 mit dem Kammerorchester der Bayrischen Philharmonie auf; unter anderem auf Tourneen 2012 und 2015. Weitere Auftritte führten ihn mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, dem Zürcher Kammerorchester, den Hofer Symphonikern, den Zagreber Solisten oder dem Neuen Orchester Zürich zusammen. Als leidenschaftlicher Kammermusiker bestritt er Rezitale mit Klavier u. a. am Festival „sommets musicaux“ in Gstaad, im Rahmen der Konzertreihe „Révélations – Jeunes Talents“ im Farelhaus Biel, in der Tonhalle Zürich und in der Reihe „Musik an der ETH“; Auftritte in unterschiedlichen Kammermusikformationen führten ihn durch ganz Europa. Simon Wiener ist auch engagierter Komponist, wobei mehrere seiner Stücke prämiert und öffentlich aufgeführt wurden, darunter ein Streichquartett (2010), ein Duo für Violine und Klavier (2017) und ein Auftragswerk für das Musikkollegium Zürcher Oberland für Klavier solo (2013).

Der Internationale Johannes Brahms Wettbewerb wird seit 1993 jährlich in Pörtschach am Wörther See in Österreich durchgeführt, wo Brahms gelegentlich im Sommer weilte. In den Kategorien Klavier, Kammermusik, Violine, Viola, Cello und Gesang treten Musiker mit Werken von Johannes Brahms gegeneinander an. Zugelassen sind Musiker aller Nationen ohne Begrenzung des Alters. Alle Wettbewerbsvorträge sind öffentlich. Ebenso sind die Wertungen der Jury öffentlich und werden von jedem Jurymitglied unmittelbar nach dem Vortrag jedes Teilnehmers namentlich abgegeben. Bewertet werden die technische Beherrschung des Instrumentes und die künstlerische Aussage.

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